Anime/Manga, Laberei, Zeichnungen

Der eigene Stil des Künstlers

Manche Künstler kopieren so lange bis ein fremder Stil ihr eigener ist und andere entwickeln selbst etwas und manche behaupten von sich gar keinen eigenen Stil zu haben oder gar nicht zeichnen zu können. Was genau macht den eigenen Stil aus?

Bei mir ist der Fall ganz klar Beeinflussung durch Mangas, Comics und Kunst mit starker Mangatedenz, die aber von der Community selbst meist als schlechter Zeichenstil interpretiert wird, da ich die offenen Linien so liebe. Auch im digitalen graust es mich zumeist vor all der Starre, da ich doch das Lebendige des Traditionellen so schätze. Der Mainstream ist da anders und das ist mir auch bewusst. Ich heiße eine Qualität gut, die unkontrollierbar ist. Wasserfarben fließen in ihre eigene Richtung und das Zufallselement gibt viel mehr als es nimmt. Mit unter ein Grund warum man mich allgemein stiltechnisch zu gerne in der Comicschiene verortet, während die Comicschiene mich total als Mangazeichnerin sieht. Die Bilder oben sind etwas cleaner und starrer als ich normal zeichne, aber immer noch mit den Schwung des Pinsels. Viele Qualitäten die ich an Bildern schätze kombiniert mit den Drang mich doch zu verorten.

Der eigene Stil ist ein schwieriges Thema, vorallen wird er auch oft als Ausrede benutzt wenn etwas vom Können her nicht gezeichnet werden kann und ebenso oft einfach als Unkönnen verkannt wird. Es gibt beide Seiten. Ich selbst halte ihn für wichtig, da er doch etwas ganz Persönliches ist, wie ein Teil den ein Zeichner seinen Bildern mitgibt für die Zukunft. Er verändert sich selbstverständlich immer wieder und doch behält er die eigene Unverkennbarkeit.

Etwas das ich nie gemacht habe, ist es viel Fanarts zu zeichnen, deshalb tu ich mir auch dabei etwas schwerer, außer es handelt sich um Monster. Auch liebe ich eine gewisse Lebendigkeit der Linie und farbenfrohe Bilder, jedoch kann sich das wieder ändern und damit auch ein wenig mein Stil 🙂 Ich selbst habe nie nach einen eigenen Stil gesucht, noch Zeichnungen meiner Lieblingskünstler kopiert, sondern mehr mit Elementen herumgespielt die mir gefallen. Für Referenzen lieber auf die Realität zurück gegriffen als Bilder von anderen Künstlern, aber ich finde es hat auch seine Berechtigung vom Lieblingskünstlerstil zum eigenen zu kommen. Reines Kopieren ist hierbei natürlich nie auf Dauer vorgesehen, aber für einen Anfang und im privaten Rahmen sehe ich kein Problem damit. Oft haben Künstler die großen Werke ihrer Vorgänger kopiert und referenziert und ganz so verkehrt ist es nicht von jemanden zu lernen, den man bewundert. Problematisch wird halt die Geldmacherei auf die Kosten anderer, aber ich glaube das sollte jeden klar sein. Im Grunde ist ja auch in der Kunstgeschichte alles zusammengeklaut, sonst hätten sich ja nie Stilrichtungen gebildet 😛 man lernt voneinander und versucht aus sich selbst das Beste heraus zu holen. Wenn wir zeichnen hat jeder Mensch von vornherein schon etwas wie einen eigenen Stil. Ein Strichmännlein wird abgezeichnet und jede gemachte Linie wird ein wenig anders sein, nie eine exakte Kopie, egal ob das Zeichenkönnen da ist oder nicht. Der eigene Stil ist da, er zeigt Teile der Persönlichkeit des Menschen, wird die Linie langsam und bedächtig gezogen oder schnell impulsiv? In jeder Zeichnung ist man selbst auf eine gewisse Weise erkennbar und diese Eigenschaft liebe ich am eigenen Stil einfach.

Wie steht ihr zu dem eigenen Zeichenstil? Zeichnet ihr selbst oder seid ihr Hobykritzler? Was gefällt euch an Zeichnungen am besten?

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Ein Gedanke zu „Der eigene Stil des Künstlers“

  1. Hm, ob ich schon einen eigenen Stil habe, weiß ich selbst nicht genau. Ich nutze noch sehr viel Referenzmaterial, auch wenn ich schon einiges selbst zeichnen kann. Ich fühle mich beim Zeichnen immer noch ein wenig unsicher und meine Colorationen sind eher so meh. Ich kenne aber auch extremere Beispiele aus meinem Freundeskreis. Da wird kopiert ohne Ende und das wird dann als eigener Zeichenstil verkauft. Ich schätze mal, bei mir schaut vieles noch recht nach Yu-Gi-Oh! aus. Dem ganzen werde ich wahrscheinlich nie ganz entkommen, denke ich mal. Mir geht es ja mehr um den Spaß selbst und das wird mir auch hoffentlich in der Zukunft noch am wichtigsten sein.

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