Anime/Manga, Tutorials, Zeichnungen

Kimono Zeicheneinführung

Willkommen zum Kimono zeichnen 🙂 dies ist nur eine kleine Einführung und es wird geraten sich in den Weiten des Internets umzucken um mehr Input zu erhalten, aber wen einmal ein kleiner Einblick in die Kimonokunst interessiert, der ist hier herzlichst willkommen.

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Kimonos

Kimonos für junge Frauen waren lange Zeit aus der Mode, aber momentan zeichnet sich wieder ein Trend ab diese zu besonderen Festlichkeiten zu tragen. Ihr Stoff ist je nach Kimonoart aus Baumwolle(Yukata – luftiger Sommerkimono) oder Seide(die teuren).

Es gibt zwar verschiedene Arten von Kimonos:

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Sie alle haben gemeinsam, dass der obere Teil von rechts nach links herunterfällt. Nur Tote haben dies andersrum 😉 Hier gibts einen Link der den Aufbau von Kimonos genaustens erklärt, nur auf englisch. Das ganze Gewand wird von einen breiten Gürtel, den Obi zusammengehalten. Unter den Kimono ist meist noch eine Stoffschicht oben im Hals um den Schweiß abzuhalten. Ich selbst beginne meist mit dem Saum oben. Dieser fällt bei Kimonos immer in eine bestimmte Richtung, von rechts nach links, die rote Linie. Den Zwischenstoff beim Saum gegen den Schweiß habe ich euch hier auf den Bild blau markiert.

Auf den Fotos hier unten ist der Obi von auch von hinten sichtbar, da er von vorne doch sehr vereinfacht wird, was uns das Zeichnen aber nur erleichtert.

Kimonoarten

kimonochibi

Furisode: Farbenprächtiger, reich gemusterter Kimono mit sehr langen Ärmelschleppen; dem Dekor sind hier kaum Grenzen gesetzt.
Der Furisode ist der formellste Kimono für junge, unverheiratete Frauen.
Auch die Frau am Foto mit den roten Kimono trug einen Furisode.

tomesode

Tomesode (w): Der Tomesode ist die formellste der Kimono-Arten für verheiratete Frauen. Er wird z.B. zu Hochzeiten und anderen Festlichkeiten getragen. Das Muster verteilt sich ausschließlich über den Saum bis in Oberschenkelhöhe.

Unterart Kurotomesode am Chibibild: Sehr formeller Tomesode mit schwarzer Grundfarbe. Muster nur am unteren Rand des Kimono. Die Ärmelschleppe reicht bei seitlich ausgestrecktem Arm maximal bis zur Hüfte. 3 oder 5 Familienwappen (kamon) auf Brust, Rücken und Ärmeln.

Iromuji

Iromuji (w): Einfarbiger, ungemusterter Kimono.
Den Iromuji kann man für veschiedene Anlässe verwenden:

Mit 1, 3 oder 5 Kamon (Familienwappen) für formelle Anlässe (ähnlich Hômongi + Tsukesage)
Ohne Kamon für weniger formelle Anlässe und für den Alltag
Mit schwarzem Obi und gedämpfter Farbe als Trauerkleidung für entfernte Verwandte

Der Iromuji-Kimono ist gleichermaßen für ledige und verheiratete Frauen geeignet. Der Stoff kann strukturiert sein. Es gibt auch zahlreiche Kimonoarten die unten gemustert sind und nur auf einen Ärmel. Informationen hierzu könnt ihr auf dieser Webseite nachlesen.

In Animes kommen zumeist Yukata für Episoden mit Sommerfesten oder Furisode für reiche Fräulein oder in Episoden über das Mädchenfest vor. Wenn ein Blick auf die Ärmel geworfen wird ist der Unterschied recht schnell erkennbar.

Es gibt wie gesagt auch andere Arten von Kimonos, aber in dieser kleinen Einführung werden wir uns mehr auf die zwei oben genannten konzentrieren. Unterschiede sind also allgemein gesagt in Ärmellänge, Muster und Musterort, sowie der Farbigkeit zu finden. Also lange Ärmel bis fast zum Boden oder kurze bis zur Hüfte. Muster nur am unteren Teil des Kimonos, oder auf einen Ärmel und unten oder aber überall, ganz unbedeutend wo.


Die Mon (japanisches Emblem, ähnlich einen Wappen) stehen als Kamon für bestimmte Familien. Zumeist handelt es sich um Naturmotive. Die Mons sind in etwa seit der Samureizeit gebräuchlich. Wenn jemand viel Wert auf Details liegt können auch die kleinen Wappen noch eingearbeitete werden. Nur 1 Wappen ist am Rücken, 3 Wappen sind Rücken und vorne auf der Seite wie man es bei den kleinen Chibi im schwarzen Kimono sieht sieht. Die kleinen weißen Punkte am Rand. Und 5 sind zusätzlich noch auf den Ärmeln.

tomesode

Vorzeichnung

Vorzeichnungen sind wichtig und helfen besonders beim Zeichnen von Kleidung enorm. Ebenso beim Finden einer Pose. Hier in den Gif sehen wir die mögliche Herangehensweise an das Kimonozeichnen. Zuerst die Vorzeichnung und dann das schrittweise voranarbeiten. Ich selbst beginne immer zuerst mit den Körper, ehe ich mich an die Ärmel mache, da es auch bei schweren Posen immer die Möglichkeit gibt zu Radieren 😉 nur eben nicht zu fest andrücken.

kimono

Ob digital oder analog, Vorzeichnungen sind unser Freund 😉 sie helfen besonders bei Kleidung um abzuschätzen wie diese fallen wird! In diesem Schritt ist das Gesicht und das genaue Design des Kimonos noch unwichtig. Besonders beim digitalen hat man den Vorteil mit verschiedenen Ebenen zu arbeiten und die Vorzeichnung einfach ausblenden zu können. Analog kann man sich hier mit einer färbigen lockeren Vorzeichnung helfen. Also zuerst einmal den Körper vorzeichnen ohne Kleidung, ehe die Kleidung angepasst wird. Für Tutorials zum Zeichnen von Mangafiguren verweise ich auf den Foxgirl Zeichenworkshop und den kommenden Tengu Workshop. Für das Gesicht gibts auch noch ein Augen Tutorial, aber das sollte alles erst nach den Körper folgen 😉 Wenn zuviel Mühe in Details gesteckt wird, fällt es umso schwerer falsche Vorzeichnungen wieder zu verbessern.

Wie ihr seht habe ich in diesen Tutorial mich eher auf einfache Posen konzentriert, die besonders beim Zeichnen von Mädchencharakteren sehr niedlich wirke und das oberste Ziel haben den Kimono in Szene zu setzen.

Chibis sind ca 3 Köpfe groß und normale Anime-menschlein 6 oder 7. Am besten abzählen bevor man sich an die Arbeit macht. Zuerst also einmal die Pose finden, dann den Kragen einzeichnen, den Obi und sich immer weiter vortasten.

ende

Los geht’s mit dem Kimono zeichnen. Zuerst wird ein Körper vorskizziert. Ich selbst beginne sofort mit den dreidimensionalen Figuren und keiner Strichzeichnung, weil ich die Räumlichkeit, dann schon in der Planung habe. Also zuerst einmal der Kragen bei mir. Dann folgt der Obi und der Rest unten. Wie ihr seht ist währenddessen immer dir Körperzeichnung darunter sichtbar.

Am Ende kommen noch die Ärmel dazu. In meinen Fall eher kürzere. Im nächsten Schritt kann der Körper unten endlich verschwinden und es wird sich an die Details gemacht.

Viele Fragen kommen euch jetzt wohl in den Sinn, wie „Wo Muster? Welche Frisur? Accessoirs im Haar? Schuhe? Beutel oder Schal?“ All das steht euch offen, aber viel leichter geht es zu Beginn doch mit etwas Inspiration.

 

Quellen

Bildquellen Fotos: Wikimedia Commons
Animes: Ano Hana, Himouto Umaru-chan!, Detektiv Conan, One Piece, Sailor Moon, Nisekoi, Lucky Star, Tokyo Ravens, Chūnibyō Demo Koi ga Shitai!
alle Zeichnungen selbst erstellt

Informationen:
http://kimono-kimono.de/welche-kimono-arten-gibt-es/
https://wafuku.wordpress.com/2009/03/04/mon-kamon-%E2%80%93-japanese-emblem-crests-%E2%80%93-vintage-antique-japanese-kimonos/

https://myanimelist.net/featured/891/Kimono_Yukata_Hakama_and_Other_Anime_Clothes

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