Books, Reviews, Zeichnungen

CDQ – Character Design Quarterly

Eine Zeitschriftreihe, die sich nur mit Charakterdesign auseinandersetzt, klingt doch cool, gucken wir uns die einmal genauer an, ehe die neuste Ausgabe demnächst hereinflattert. Ein Muss für werdende Charakter Designer oder eher doch nicht?

Letztens habe ich es endlich auf ein Doodle Meetup in Wien geschafft. Yay, I did it! Und da hatte jemand so ein cooles Magazin dabei, ihr ahnt es, Character Design Quarterly.  Ich dacht mir natürlich erst mal… moment kenn ich das nicht. Hat da nicht mal schmoedraws aka Simone Grünewald ein Gewinnspiel veranstaltet und ja tatsächlich. Die Ausgabe mit ihren Beitrag war leider schon vergriffen, aber ich habe dies zum Anlass genommen mir mal die letzt erhältlichen zuzulegen. Von 5 bis 8, das erst Anfang März erscheinen sollte. Leider ist die neuste Ausgabe noch nicht bei mir angekommen, aber gucken wir uns einmal die Ausgaben davor an.

Herrausgebracht wird von Character Design Quarterly von 3dtotal Publishing. Ursprünglich auf die Beine gestellt durch eine Kickstarter Kampagne. Pro Jahr erscheinen 4 Ausgaben, die sich tiefer mit den Thema Charakter Design beschäftigen. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es diese Zeitschrift nur in Englisch und diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie zahlreiche Artist Portraits mit Zeichentipps und Techniken vermischt. Das Cover ist nach innen aufklappbar und in den Ausgaben, die ich gekauft habe wurden allerlei interessante Kurztutorials von Lorenzo Etherington vorgestellt. Ich habe auf der Recherche nach weiteren Infos zu ihn auch einen Blog gefunden, den ich Zeichenlernenden wirklich ans Herz legen möchte. Es werden die unterschiedlichsten Themen erklärt und ein paar Tipps in die richtige Richtung gegeben.

cdq.jpg

Ich persönlich fand CDQ sehr inspirerend, aber bei vielen der Beiträge habe ich mir nur gedacht.. woah, da hat noch jemand diesen dicken fetten Wälzer von Disney gelesen. Es gibt nur eine Art richtig zu zeichnen und das ist sie… ist gut. Für mich selbst gab es also kaum neue Informationen, aber für Anfänger die in Richtung Freelancing, Animation oder lllustration gehen könnten sehr wahrscheinlich hilfreiche Tipps dabei sein. Dennoch ist es nur wichtig anzumerken, dass es nicht nur die eine Variante gibt Dinge zu tun und natürlich haben sich bestimmte Dinge in der Industrie etabliert, wie eine lesbare Silhouette, Einfachheit und Klarheit, jedoch würde ich es vermessen zu finden dies als unausgesprochene Regel zu sehen. Gestaltung ist in meinen Augen viel mehr als nur blind einen Guidebook zu folgen. Ihr kennt bestimmt den Spruch – kenne die Regeln um sie brechen zu können. Ich halte ein Verständnis von verschiedenen Industrien und wie in ihnen interargiert wird für wichtig, aber sehe gleichzeitig kein Dogma darin alles immer genau gleich wie alle anderen zu machen. Wo bliebe dann die Kreativität? Klar verlangen verschiedene Industriezweige erfüllbare lernbare Vorraussetzungen, aber was wenn da doch noch viel mehr dahinter steckt? Auf keinen Fall die Freude am Gestalten verlieren ^^ das wäre doch schade.

Positiv kann ich jedoch die Vielfalt der Stile und Branchen erwähnen, die in CDQ eine Rolle spielen. Die Bereiche Charakter Design für Animation, Kinderbücher und Illustration werden in der Zeitschrift gut abgedeckt. Ich selbst recherchiere für ein Projekt schon länger Kinderbuchstile und es ist eine schwere Pille zu schlucken, aber viele kreative Kinderbuchstile kommen leider nicht von den hier großetablierten Verlägen. Was komplett logisch ist, da diese ein Konzept verfolgen und solange dieses funktioniert wird es auch durchgezogen. Ein wenig wird es bestimmt auch mit Markenerkennung zu tun haben, wie dem auch sei. Durch diese Zeitschrift konnte ich Einblick in verschiedene Stile erhalten, die bei uns nicht so gebräuchlich sind. CDQ vereint auch natürlich viel mehr Kulturen, da auch die Beitragschreiber aus aller Welt sind. Es ist einfach ein spannender Kontrast, vorallen wenn dann noch der Blick in die eigene Kinderbuchabteilung hier in Österreich fällt. Zwei komplett unterschiedliche Welten.

akai_kinderbuchstil.jpg

Ich selbst bereue den Kauf nicht, da ich mir ein wenig Inspiration holen konnte. Ohne Hannah Sun, wäre ich nie auf die Idee gekommen diesen wirklich klassischen Kinderbuchstil mal mit Ölpastellkreiden digital zu imitieren. Ihre besten Zeichnungen sind in meinen Augen die analogen, aber ich finde gerade solche Dinge sind auch eine spannende Zwischenstufe für digitales Zeichnen. Gegenseitig inspirieren und neues ausprobieren 😀 ich werde auf jeden Fall noch etwas dran bleiben.

Den neusten Teil der Zeitschrift werde ich euch dann mal probeweise in Videoform vorstellen, mal gucken wie sich das macht ^_^

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