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Wie zeichnet man Früchte und Maskottchen oder gleich Früchtemaskottchen?

Auf der Mosticon gab es heuer einen Früchte + Maskottchen Workshop unter den Titel Mascots + Fruits wurden sich ein paar Maskottchen angesehen, die sich in die fruchtigen Weiten vorgewagt haben, ehe es sich daran gemacht wurde eigene Maskottchen zu entwickeln. Ähnliche Themen wurden im uralten How to Draw Monster Workshop behandelt, wobei dort das Maskottchen Thema nur angeschnitten wurde.

Früchte und Maskottchen

Früchtemaskottchen gibt es zahlreiche und viele davon sehen häßlicher als das nächste. Googlet nur einmal Fruit Mascott und ihr bekommt verstörende Bilder zu sehen. Riesige Augen auf Früchten und meist unpropertinale Füße und Hände die aus der Frucht selbst herrausragen. Eine Nation hat hingegen hier wahrlich auch süßes hervorgebracht. Ich meine damit nätürlich Japan – das Wunderland der Maskottchen. Gut, auch hier gibt es seltsame Vertreter, aber auch so knuffiges wie Sanrios PomPomPurin, der auch sehr gerne mit Früchten dargestellt wird. Sanrio ist in unseren Breiten vorallen als Firma bekannt, die mit zuckersüßen Maskottchen Aufsehen eregt. Kawaii bis zum geht nicht mehr. Sehen wir uns heute doch einmal an, was diesen Kawaii-Faktor ausmacht.

Kawaiiness

Simples Design, helle Farben, knuffige Punktaugen, rundes knuffiges Design. Viele der beliebten Charakter orientieren sich an der Realität und verniedlichen diese. Ein normaler Apfel ist einfach ein Kreis, rote Farbe, und oben ein Blatt das vllt noch dranhängt. Spannend wird es erst, wenn wir diesen Apfel als Quelle hernehmen und etwas eigenes entwickeln.

Dasselbe geht natürlich auch leicht mit anderen Früchten.

mascot_fruit

Zuckersüße Chibigesichtsausdrücke geben den ganzen noch den speziellen Kawaii-Faktor, mal von den roten Bäckchen abgesehen. Das Problem das bei all diesen gestalterischen Aufgaben bleibt – wie zeichnet man einen verdammten Kreis?

Leider genauso wie in der Schule gelernt – rund ;P Aber durch Schatten erschafft man aus einem einfachen Kreis eine Kugel zu machen. Hier ist das Verständnis der Kugelform wichtig, Vorzeichnungen können helfen, aber wenn ihr nicht versteht wie die Oberfläche einer Kugel aufgebaut ist, dann helfen sie nur mäßig. Achtet auf den Bogen und damit kommen wir gleich zu den unterschiedlichen süßen Maskottchen Gesichtsausdrücken.

Mögliche Körperformen

Ihr habt vielleicht schon selbst bestimmte Formen entwickelt, aber sehen wir uns weitere Möglichkeiten an. Das Früchtemaskottchen kann Hände haben, Beine oder gar nichts von beiden.

Es kann eine Frucht sein, oder auch nur ein Charakter wie zum Beispiel ein Pikachu im Früchtekostüm. Wie erwähnt gibt es da einige Möglichkeiten. Beim Aufbau einer Körperform ist es wichtig, immer in dreidimensionalen Formen zu denken. Ich verweise hier auf das Ende des Hundeworkshops, Überschneidungen sind unser Freund, denn alles was sich perspektivisch überschneidet müssen wir nicht zeichnen.

Konzeption eines eigenen Maskottchens

Aus welchen Formen besteht es? Welche Inspiration aus der Realität kann hilfreich sein? Andere Maskottchen? Wie kann man aus deren Entwicklung lernen?

In welcher Umgebung kommt es vor? Ist es ein Raubtier oder friedlich? All diese Fragen und weitere helfen euch bei eurer Konzeption. Wo kommt das Maskottchen vor? Für was wird es benötigt? Wovon ernährt es sich? Braucht es scharfe Fangzähne oder reichen ganz normale?

Sehen wir uns nochmal unseren Apfel an. Einmal als liebes zuckersüßes Maskottchen und einmal als Oberschurke. Verschiedene Designelemente kommen hier zu tragen. Sie alle sind etabliert, wie zum Beispiel die Dreiecke für das Böse und Rundheit für das Gute.

Arbeitsaufgaben

  1. Suche dir eine Frucht aus. Zeichne sie.
  2. Verpasse ihr ein Gesicht.
  3. Zeichne dieselbe Frucht nochmal daneben und gib ihr Arme und Füße, ein wenig wie Jamapi oder Kirby 🙂
  4. Zeichne dieselbe Frucht noch einmal und verpasse ihr einen normalen Körper, der aus mehreren Teilen besteht, z.B. einer Kugel als Kopf und ein richtiger Körper, sieh dir dazu das Bild mit den Entwicklungen von Pikachu, Hamtaro etc.. genauer an.
  5. Mach dich daran ein Maskottchen im Früchtekostüm zu designen.
  6. Suche dir dein liebstes Design aus den Blatt Papier aus und entwickle es weiter. Vergiss die Farbe nicht 😉 und die unterschiedlichen Ansichten, vorne, Seite und hinten.

Das Konzept dieses Workshops war es anhand von Gesprächen und den Arbeitsstellungen tiefer in die eigenen Motive hinein zu tauchen und die eigene Kreativität zu fördern. Anhand meines Skizzenpapieres sieht man gut, welche Themen angeschnitten worden sind. Augenbrauen, die Rundansicht von Charakteren, die Form als Charakterweiser – dünne und dicke Birne, Schatten, Coloration und und und 😀

Ich bedanke mich herzlichst bei den Teilnehmern, die so spät am Nachmittag noch die Muße hatten mit mir ein wenig zu zeichnen und plaudern. Ein Bericht zur Mosticon folgt! Hab auch etwas vor Ort gefilmt 🙂

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