Events/Cons, Laberei

Buchblogger Events – ein Muss für Verlage?

Der Blogtitel ist einmal ganz bewusst provokativ gewählt, da die Buchbloggerszene aus Deutschland genau diesen Eindruck vermittelt hat, aber ist das mehr als nur ein Eindruck?

Ein Programmpunkt der Leipziger Buchmesse behauptete, dass Rezessionen auf externen Plattformen die Buchblogs in Zukunft ablösen. Das wäre nur allgemeines Runterreden der Blogs an sich, meinten anderen auf der Messe. Ich habe leider nicht mitbekommen ob es in den Talk wirklich so provokativ zugegangen ist, aber hingegen zahlreiche Gespräche von Bloggern vor Ort gelauscht. Ich weiß nicht ob es die Intention war, aber auf jeden Fall wurde die Idee weitergetragen und sich auch komplett ohne Bezug darüber unterhalten. Es hat eine Diskussion angestoßen und so etwas lässt auf jeden Fall auf ein aktuelles wichtiges Thema schließen. Ich selbst sehe in den letzten Monaten eigentlich eher das Gegenteil und ein vermehrtes Zuwenden zu Blogs, nachdem meine alte Blogblase sich etwas aufgelöst hat – jedoch genauso großen Zulauf eben auf verschiedensten Plattformen. Klar sind Rezessionen überall für den Austausch wichtig und vorhanden, aber genauso wandelt sich das Bloggen. Was kommt, zeigt meist doch ohnehin erst die Zukunft. Der erste DSGVO Schock wurde überstanden und nun wird auf die weiteren Veränderungen gebangt, aber es scheint als wären viele, die auf Social Media wandern wollten, schon gewandert oder Leute führen ihre Kanäle einfach paralell weiter.

Klassiker

Als Blog gehört es sich heutzutage fast mit Businessmodell mehrere Platformen mit ähnlichen Inhalt zu bespielen und den eigenen Inhalt möglichst weit zu streuen. Bilder, Videos nehmen viel Platz ein, aber noch mehr die Events in der Realität. Auf der Buchmesse habe ich zwei Bloggerevents besucht und ich war von der Stimmung wirklich fasziniert. Verlage, die ihr Programm vorgestellt haben und Blogger, die digital, wie auch real Feedback geben, vom Korrekturlesen bis hin zu Buchwünschen. Die deutsche Community ist wirklich auf eine Art und Weise vernetzt, die sehr herzerwärmend ist. Mir wurde aber auch erklärt, dass dies zu großen Konkurrenzdruck in der Buchbloggerszene führt. Viel spannender war es jedoch die Verbindung die einige Buchblogger zur Bücherbranche hatten zu sehen. Manche waren schon aktive Mitarbeiter in der Branche oder mit den zukünftigen Berufswunsch Autorin sowie Lektorin. Diese Zusammenarbeit der Verläge mit den Bloggern schien sehr fruchtbar zu sein. Es wurde auf jeden Fall von beiden Seiten viel Zeit und Energie hineingesteckt. Dies führt aber auch zu Interessenkonflikten, einige meinen, dass sich Verlage mit gratis Exemplaren für Blogger bessere Bewertungen erkaufen wollen und andere kaufen aus Prinzip alles selbst. Was auch immer für Meinungen vorherrschen, es gibt auf jeden Fall ob physisch oder in Ebook Form etwas für den gut wirtschaftenden Blogger. Die andere Seite ist natürlich, dass die Rezessionsexemplare auf keinen Fall Geschenke sind. Mit Rezessionsexemplaren gehen auch Verpflichtungen einher, also mindestens darüber zu schreiben ist fixer Bestandteil. Für was sonst hat man auch angesucht? Oder anders gefragt für was sonst wurden gerade dir Bücher geschenkt? Ein jedes Rezessionsexemplar ist eine versprochene Zusammenarbeit und dazu gehört es auch den eigenen Deal einzulösen. Es bleibt auch die Frage offen wie sehr „geschenkte“ Exemplare einschränken? Das bleibt wohl an jeden für sich selbst zu klären, aber es gibt auf jeden Fall etwas wie die Buchblogger-Ehre. Und die beschmutzt man nicht einfach so ohne sich auszukennen, lest euch am besten in die von mir verlinkten Artikel rein wenn ihr eine bessere thematische Übersicht wollt.

sehnsüchtige Erwartung

Ich war richtig erstaunt wie gut vernetzt die deutschen Buchblogger sind, in so vielen Bereichen, so kenne ich die deutsche Bloggerszene ja doch noch von ihrem letzten Boom und da gings einfach viel mehr um das private tagebuchartige in den Beiträgen, zumindest in meiner Blase ^.~ Auf der Leipziger Buchmesse habe ich wie schon erwähnt auch auf zwei Bloggerevents geguckt, wobei eines der lovelybooks Lesetreff – offen für jegliche Leser – und das andere von der Verlagsgruppe Oetinger. Es gab auf der Buchmesse selbst noch weit mehr Events in dem Bereich. Bei Oetinger wurde das neue Programm und wirklich coole Bücher vorgestellt. Ich hust mal rein Cornelia Funke, die Reihe Reckless bekommt 2020 ihre Fortsetzung. Zumindest reinschauen werd ich, nachdem der ganze Saal dort vor Freude richtig abgegangen ist. Ist Reckless so gut? ö-ö Die Programmvorstellung war spannend, aber noch spannender war für mich LBM Bloggerneuling über das Dahinter dieses ganzen Systems mit anderen Bloggern zu sprechen und nachzudenken. Für viele ist es so natürlich, sie sind da einfach reingewachsen. Events, Rezessionsexemplare, Bücher reviewen und alles andere das dazugehört. Mich persönlich würden aber noch so viel mehr Perspektiven zu diesem Thema interessieren.

Ich werde auf jeden Fall die Ohren sowie Augen nach weiteren Infos diesbezüglich offen halten, jedoch kann ich mich nicht ganz den Eindruck erwehren, dass an den provokanten Blogtitel ja doch etwas dran ist. Was denkt ihr darüber? So ist doch die Vernetzung von Verlagen mit Bloggern und Influencern doch scheinbar extrem wichtig, oder täuscht der Eindruck nur?

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