Anime/Manga, Laberei, Zeichnungen

Berufswunsch Mangaka?

Um ein Mangaka zu werden braucht es in unseren Breiten zuerst einmal etwas ganz Besonderes – ein anderer Job von dem man leben kann. Keine Übertreibung, bittere Realität, aber hat man sich einmal damit abgefunden, kanns ja nur noch besser werden, oder?

Ein Mangaka ist eine Person, die das Manga zeichnen zum Beruf gemacht hat und diese in Japan meist mit einen großen Assistententeam fertig stellt, aber auch in unseren Breiten ist es möglich Mangaka zu werden, oder zumindest Mangas zu veröffentlichen. EMA hat auf ihrer Webseite eine wunderschöne Unterseite, was sie alles von euch brauchen, damit euer Traum Wirklichkeit wird. Im Comicforum von Carlsen gibts auch noch einen passenden Thread zur Thematik, aber mit veralteten Link, der Neue zum Leitfaden von Carlsen ist nämlich hier. Bei Tokyopop gibts von Natalie Wormsbecher eine mit zuckersüßen Bildern untermalte Anleitung.

Neben den etablierten großen Verlagen gibts noch zahlreiche kleine Indies, bei denen es meist viel freier zugeht. Es gibt Dinge wie den Freibeutershop vom Verlag Schwarzer Turm, Plem Plem Productions, Delfinium Prints und viele mehr. In den Bereich gehört sich einfach umgeschaut und auf jeden Fall auch unterstützt. Die Indies stehen für eine Freiheit, dies bei den größeren Verlägen meist nicht gibt und erleichtern trotzdem schon vieles. Sie prägen unsere freie Comic/Mangalandschaft am meisten.

Ab und zu wird die Verlagslandschaft auch von neuen Verlägen beehrt durch Abspaltungen, wie Altraverse oder plötzliche Mangasparten von einen Comic Verlag wie CROSS CULT. Pyramond hat sich auf internationalere Mangas spezialisiert, die von Mangakünstlern inspiriert wurden und bringt durch zahlreiche Recherchen auf den Gebiet Werke in den deutschsprachigen Raum, die aus aller Welt scheinen. Selten bleibt alles beim alten und es entwickeln sich immer neue Richtungen, im großen wie im kleinen. Nicht immer passt der eigene Comic ins Mangagenre und dann kann man natürlich noch bei anderen veröffentlichen, wie den Splitter Verlag und vielen weiteren im Graphic Novel Genre. Es hilft auch zu gucken, ob ein bestimmer Verlag schon überhaupt Werke von deutschen Zeichnern lizensiert hat oder nur Werke aus Japan auf dem Markt bringt. Da guckt man sich am besten einfach mal an was schon veröffentlich wurde und ob man eher dort reinpasst oder gar nirgends.

Dann bleibt natürlich noch die Möglichkeit alles aus eigenen Risiko zu publizieren im Selbstverlag. Dies kann ein großer Erfolg werden oder ein großer Flopp, aber es bleibt eben alles an einem selbst hängen und ist auf eigenes Risiko. Für manche das Highlight schlechthin, für andere viel zu viel Arbeit neben den eigentlichen Leben. Wohin der Weg auch führt, ein Manga oder ein Comic ist einfach nicht dafür geschaffen in der Schublade zu verstauben. Er gehört nach draußen, sei es zuerst nur als Lesestoff unter Freunden, aber irgendwann soviel mehr.

Um ein Mangaka zu werden bedarf es natürlich zuallererst einer Geschichte, Zeichnungen, einer Idee, aber dann folgt die eigentliche Arbeit. Wie geht es weiter? Wohin wende ich mich? Wohin passe ich eigentlich? Marketing!

Diese ganzen Verlage können Anlaufstellen sein. Informiert euch vorher über sie und ihr Programm. Ob sie überhaupt neue ZeichnerInnen suchen? Und versucht es dann trotzdem. Vielleicht hat eure Geschichte das gewisse Etwas der nächste große Mangahit zu werden, oder ihr bekommt ehrlich gemeinte Kritik aus der Sicht eines Verlages oder im schlimmsten Fall einfach keine Reaktion. Vielleicht möchtet ihr sie aber auch nur euren Freunden zum Lesen geben oder selbst veröffentlichen, als Buch oder Webcomic. Welchen Weg ihr auch einschlägt, eine gute Geschichte gehört einfach in die Welt und auf keinen Fall als Staubfänger in ein Eck (^_~) Wenn sie noch nicht perfekt ist, dann kann man ja immer noch an ihr arbeiten.

2 Gedanken zu „Berufswunsch Mangaka?“

  1. Vor gut 5-6 Jahren wollte ich ja tatsächlich auch Mangaka werden. Aber als ich all diese Sachen gelesen habe, verging mir gleich ein wenig die Lust darauf. Es ist die Realität und die kann ich heutzutage gut verstehen. Aber damals war ich davon doch etwas geschockt. Okay, ich bin jetzt noch nicht so viel älter. Aber unter diesen Bedingungen zu zeichnen und normal zu arbeiten? Ich neige eh schon zu depressiven Löchern, keine Ahnung ob mir das gut tun würde. Ob sich dahingehend irgendwann was ändern wird, mag ich auch zu bezweifeln. Deswegen bleibt es bei mir auch erstmal nur bei einer selbstständigen Light Novel und etwas Gekritzel. Ich hätte eh zu viel Angst, meine Liebe für mein Hobby dran zu verlieren. Das wär dann echt nicht so toll. Aber schöner Beitrag. ^^

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    1. Es ist auf keinen Fall ein leichter Job. Allgemein das Comiczeichner Dasein, inzwischen können sich Große wie Flix – Felix Görmann – davon ein Leben machen, aber für alle anderen :/ naja… da gehört bei uns noch viel getan, aber eben mit der Betonung, dass es getan gehört. Nie wird ein jeder vom Comic zeichnen leben können, aber als Einzelperson kann man zumindest die Szene aktiv gestalten und verbessern, damit das Wissen da ist und Leute unterstützt werden. *knuff* Guck auf dich, kein Hobby und vor allen kein Beruf ist ein Burnout wert. Self care is important!

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