Tutorials, Zeichnungen

Fanarts, verstehen, adaptieren!

Auf diesem Blog gibt es zwei alte Fanart Tutorials, einmal über Chopper aus One Piece und einmal über Totoro. Inhaltlich beziehen sie sich auf dasselbe Grundkonstrukt. Analysiere eine vorhandene Figur und mach sie dann zu etwas eigenen, verleibe sie dir ein! Doch was wenn wir einen Schritt weiter gehen?

Während bei Totoro und Chopper die Einzelteile genaustens analysiert werden, möchte ich hier auf eine weitere Technik eingehen, die dem sehr ähnlich ist, aber viel mehr in die Richtung der Adaption geht. Hier haben wir zu Beginn 3 schnelle Mushuskizzen und einen colorierten Kopf. Die unausgearbeiteten Zeichnungen sind schnelle Analyseskizzen. Bei ihnen ging es weniger darum Mushu genau zu treffen, als zu verstehen was ihm zu dem Charakter macht der er ist. Sie sind mit Vorlage entstanden und besonders das cartoonhafte des Disneycharakters blieb hängen. Denken und Analyse durch Kopieren, also schaltet beim Abzeichnen auf keinen Fall den Kopf aus, sondern denkt auch darüber nach was ihr gerade tut.

Seine Augen sind riesig und er wirkt ein wenig wie eine dünne Gummischlange… fast schon wie Goofy in Drachenform. Er ist ein typisches Comic Relief im Film Mulan und ich mochte ihn als Kind eigentlich recht gern, aber irgendwie war mir das Ganze im Originalstil jetzt too much. Diese ganzen Skizzen sind vor der Zeichnung links entstanden. In der ersten Adaption, den farbigen Kopf, wurden also die Augen weiter auseinander geschoben und der Hals dicker gezeichnet. Es sind minimale Veränderungen und der Originalcharakter ist noch erkennbar, aber für mich persönlich gleich mal viel cooler, einfach drachiger und nicht so übertrieben cartoonhaft. Zeichnerisch wurde der Kopf also halbwegs verstanden, wenn ich mir auch noch nicht so sicher bin ob ich Mushu komplett durchschaue.

Kurz nach diesen Skizzen hat mich Ariana nach einen Conhoneintrag gefragt, da ich aber noch im kompletten Mushu Mindset war, fragte ich ob ein Mushu gehen würde, woraufhin sie okay sagte, solange es eben mehr an chinesische Drachen angelehnt wurde. Eine perfekte Gelegenheit um mit den einzelnen Teilen zu spielen und das eigene Verstehen zu festigen. Einfach rumspielen mit Stilen. Im Drachen zeichnen Tutorial wurde schon einmal kurz auf die unterschiedlichen Körperformen von Drachen eingegangen, falls es euch interessiert. Ich schwöre btw immer noch auf dasselbe dort erwähnte tolle Buch, wenn es um europäische Drachen geht. Es hat mir damals so viel geholfen, eines der wenigen Zeichenbücher, das ich wirklich benutzt habe. Die Technik des Aquarellierens und wie man dadurch schöne Schuppen zustande bekommt habe ich zwar nie ganz in der Form gemeistert, aber ich war megafasziniert davon.

Bei dieser Adaption ist die Ähnlichkeit zu Mushu nur mehr in Ansätzen vorhanden, es kommen verschiedene Teile des Originaldesigns wieder vor, aber an sich ist es eine komplette Neukreation. Der lächelnde freundliche Drache ist einem wütenden Monster gewichen. Die Spielerei mit Designs hat einfach ein riesige Potential. Als nächstes folgt dann noch eine Kakaokarte mit Mushu, die ich nachträglich hier einfügen werde. Ich sehe die Adaption immer als Spiel mit Extremen, ein Rumprobieren ehe das optimalste Design gefunden ist. Mach diesen Teil größer, diesen Teil kleiner, verändere das Horndesign, stelle das liebe Drachilein so richtig böse da, lass dich nicht vom Status Quo aufhalten und mach den Charakter wirklich zu etwas eigenen.

Meine persönliche Methode hierfür habt ihr in diesem Beitrag schon gesehen. Zuerst wird der Charakter durch Skizzen analysiert, dann wird etwas verbessert, das mich selbst am Design stört und dann ein richtiges Extrem gezeichnet um die Grenzen des Designs auszulotten. Zeichnen, besonders Adaptionen, sind zu einen gewissen Teil einfach Designspielereien, verändere Grundformen, Wesensarten und guck dir an wie weit du es treiben kannst.

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