Animationen

Miraculous Ladybug

 

Mich hats erwischt, über beide Ohren. Meine heimliche Liebschaft mit Französisch ist euch doch gewiss schon ewig bekannt, aber dann noch die Affäre mit 3D Animation… ja… wer hat es da nicht geahnt, dass sich beides eines Tages vereinen wird!


Ich gucke auf Französisch Animationen und ich versteh sogar etwas *_*ohne Untertitel! Nebenbei ist es voll der kitschige Shojo-Anime xD wahrscheinlich weils ne französisch-koreanische 3D Produktion ist, aber genau die Art von Shojo nach der ich verrückt bin. Identitätsspielchen 😀 so traumhaft süß.

In Miraculous Ladybug geht es Marinette, die ein ganz normales Schulmädchen ist, aber nicht nur. Wenn böse Mächte aufziehen verwandelt sie sich in die Superhelden Ladybug mit den Superkräften des Glücks. Die Idee an sich ist schon so knuffig, Glück als Superkräfte *_* Natürlich hat sie auch einen Sidekick, den kessen Chat Noir, der unsterblich in Ladybug verliebt ist, doch sie will nichts von ihm wissen, da sie ein Auge auf ihren Mitschüler Adrian geworfen hat… der… joar… wie sollte es anders sein die Geheimidentität von Chat Noir ist.

Ich finde es zuckersüß wie Marinette total tolpatschig ist, aber als Ladybug vor Selbstvertrauen nur so strozt und auch ohne Probleme die Bösen so wie ihren Kuschelkater in die Schranken weißt. Es ist lustig zu sehen wie sie als Marinette es anfangs nicht mal schafft ein normales Gespräch mit Adrian zu führen, aber während der Serie selbst immer selbstbewusster wird. Es ist eine richtige Fluffserie 😀 und auch wenn viele Superhelden sowie Shojoklischees mitspielen, so wird auch manches auf den Arm genommen auf eine so herzallerliebste Weise, dass ich mit der Serie nur immer weiter rummachen will. Okay, verzeiht die Wortwahl xD aber ich finde die Serie toll. Zu all den Fluff ist das Original noch Französisch 🙂 und die Sprache ist einfach schön anzuhören.

Dinge, die mir an der Serie nicht so taugen sind dieses Klischee des modeliebenden Mädchen, natürlich designt Marinette Klamotten und ist als Schülerin einfach nur verpeilt, das sich aber zum Glück während der Serie ändert 🙂 Ladybug und Marinette werden immer mehr dieselbe Person. Die Serie gibts längst auf Englisch sowie ungarisch, polnisch, griechisch… noch nicht auf deutsch soweit ich weiß 😀 aber das ist wohl auch nur mehr eine Frage der Zeit, denn Disney Channel hat es schon als Plan angekündet.

Je m’appelle Marinette,
Une fille comme les autres.
Mais quand le destin me choisit pour lutter contre les forces du mal,
Je deviens Miraculous Ladybug!

Animationen

Handzahme Mädchen?

Wenn man glaubt, dass Animationsserien nur für Kinder sind, sollte man sich mal vor Augen führen, dass Erwachsene sie produziert haben. Klar, werden für unterschiedliche Altersgruppen andere Schwerpunkte gesetzt, aber im Grunde gibt es genauso viele Erwachsene die Animationsfilme genießen, aber das muss ich euch Animefans ja nicht erzählen 😉


Im Grunde will ich auf ein anderes Thema hinaus. Wer mich kennt, denn ist meine Liebe zu Serien die Freundschaft und Miteinander verbreiten bestimmt nichts neues, komplett egal für welche Altersgruppe sie ursprünglich gedacht waren. Jedoch gibt es ein kleines Problemchen für mich, besonders die Serie Sofia die Erste zeigt dieses Problemchen wieder auf, auch andere Serien wie Ever After High oder My little Pony:friendship is magic machen sich desselben Problems schuldig. Die Hauptzielgruppe dieser Serien sind kleine Mädchen, an die Spielzeug, Sticker, Kostüme etc. verkauft werden, gemacht wird das unter anderen mithilfe einer Serie die grundlegende Werte wie Freundschaft, Toleranz und soziale Kompetenzen vermittelt.

Zuerst einmal ist es etwas fraglich, dass Animationsserien über grundlegende Werte im Grunde Werbebotschaften sind. Es macht das ganze zunichte oder trübt es zumindest, besonders da kleinen Kindern dieser Zusammenhang noch nicht bewusst ist. Sie wollen Spielzeug von ihren Lieblingsfiguren und sie werden auch dazu erzogen es zu wollen oder sogar so sein zu wollen wie sie – los kauft Kostüme und das passene Make-Up gleich dazu! Während ich den erzieherischen Charakter solcher Serien sehr ambivalent gegenüberstehe – wir haben in Bristol ein Konzept für eine Pre-School Serie durchdenken müssen und sehr viele überbehütende Regeln spielen mit – und das gleichzeitige Bestehen von Erziehung und Werbung sogar schlecht heiße, sind die vermittelten Werte jedoch der Overkill für mich.
 

Es gibt auch Serien die verkaufen Spielzeug für kleine Jungen, meist sehr actionreich, freundschaftliche Bindungen kommen vor, aber es geht um das Held sein, während es in denen für Mädchen bis auf den obligatorischen Tomboy Charakter um dieses zahm sein geht. Dieses sozial anerzogene Gute, dass ich nicht nur für fragwürdig, sondern genauso für wichtig halte, ist leider oft den kleinen Mädchen vorbehalten. Als My little Pony:friendship is magic eine männliche Audience ansprach, habe ich mich vorallen gefreut, dass auch wenn es teilweise übersexualisiert wurde, doch Werte, die oft nur den Weiblichen vorenthalten waren geschlechtsübergreifend. Geschlechtsübergreifend in den Sinne, dass auch Männer vermehrt damit zu tun hatten, auch wenn in der Serie mehr weibliche Ponys diese Werte verkörpern.

Ich bin auch in einer kleinen Zwickmühle. Ich finde die Serie Sofia die Erste herzallerliebst, auch wenn mein erster Gedanke vor Jahren nur dazu war – WAS, jetzt vermarkten die das Princess Franchize damit auch noch? Sofia ist handzahm, auch wenn es die ganzen Standardplottwist mit kleinen Streitereien und Missverständnissen gibt ist sie doch… ja… vorallen „gut“. Sie fühlt sich nicht wie ein Mensch an, sondern mehr ein Idealbild einer Prinzessin. Nicht verwunderlich, geht es doch in der Serie um ein kleines Mädchen, dass durch die Heirat ihrer Mama zur Prinzessin wird und versucht zu lernen wie sie alles richtig macht. In Ever After High geht es um das Kind der bösen Königin, das eigentlich gut sein will, nicht seiner Bestimmung folgen. Sie ist weniger handzahm als Sofia, teilweise sogar bissig und sarkastisch, aber im Grunde hat auch sie dieses Zahme in sich.

Selbst wenn sie widerspricht zweifelt sie daran. Sie lässt sich auch sehr oft von den anderen typischen Prinzessinnen in eine Rolle drängen. Die ganze Serie ist auch eine Altersgruppe höher als Sofia die Erste angelegt. Es geht auch um das Soziale anpassen und seinen Weg finden. Dinge, die wichtig für die eigene Entwicklung sind, aber die in ihren Spielzeugkontext und dadurch, dass so viele Mädchen in hübschen Kleider rumstolzieren grotesk. Sie sind alle unterschiedlich, aber hübsch herausgemaschelt, sodass mit der Zeit alle gleich aussehen, wie Puppen aus einem Guss, was sie auch leider sind. 

Ich finde es wichtig, dass Werte vermittelt werden, jedoch verstört mich der Zusammenhang und dieses teilweise exklusive. Wenn dieses Miteinander und Soziale nur ein Wert ist der einem Geschlecht zugeschrieben wird, wo er doch uns bei unseren gemeinsamen Mensch sein so viel weiter bringen würde.

Noch mitgekommen, was ich meinte? xD Was denkt ihr darüber? Habt ihr Serien mit denselben Problem oder gar welche, die komplett in anderen Sphären schweben? 🙂

Animationen

duet

Ein Kurzfilm vom großartigen Glen Keane, der unter anderen bei Tarzan und die kleine Meerjungfrau mitgearbeitet hat. Bestimmt habt ihr schon eine seiner Charakteranimationen in einen Trailer gesehen und sehr viel wahrscheinlicher in Disneyfilmen. Duet ist ein Clip, der für die Austestung von Möglichkeiten interaktiver Animationen auf Handys designt wurde.

Die einzige HD-Version, die ich auftreiben konnte ist ein 30min Loop, der eigentliche Film dauert nur 4min, also könnt ihr danach einfach auf Stop klicken, oder euch weiter berieseln lassen 😉

Story
Ein Mädchen und ein Junge wachsen heran. Sie streben danach ihren persönlichen Lebensweg zu verfolgen, doch treffen sie die beiden dabei immer wieder aufeinander, ehe sich ihr Leben zu einem wunderschönen Duet verknüpft.

Eigene Meinung
Zauberhaft schön und da spricht nicht nur das Glen Keane-Fangirlie aus mir…. oder sagen wir es so, es redet zwar bestimmt auch mit, aber das ändert nichts daran, dass der Film wirklich niedlich ist. Mich hat die Geschichte auch ein wenig an einen Bollywoodfilm erinnert, den ich, wie ich euch versichern kann, nur geguckt hab weil einer der Charakter Comiczeichner war o_Ô Okay, das ist ne Lüge, ich hab auch so gern ein paar Bollywoodfilme geguckt, weil ich das Konzept so liebe, dass die Leute überall singen anfangen xD nicht umsonst großer Disney und Musicalfan. Der Film heißt übrigens HumTum ^^- und ist sehr cool anzugucken wegen der Zwischenanimationen.

Mich beruhigen die Animationen von duet sehr, wie auch die Geschichte. Zwei Menschen, die für ihre Träume leben und doch miteinander verknüpft sind, wirklich zauberhaft. Ich würde gern die interaktive Version ausprobieren, um zu sehen ob diese vielleicht noch mehr unter die Haut geht 🙂 Falls euch ein Pseudo Making off noch interessieren würde rate ich euch zu diesem Link.

Animationen, Filme

Das Geheimnis von Kells

Originaltitel „The Secret of Kells“, ein irisch-französischer-belgischer Animationsfilm aus dem Jahr 2009 und mit einer Oscarnominierung, passend zum kommenden Sonntag 😉

Story
Kells Abbey, ein altes Kloster, umgeben von einer Mauer liegt in den tiefen Wäldern Irlands, doch die Wikinger schweben als dunkle Bedrohung über allen. In dieser Zeit wächst der junge Brendan in den Kloster unter seinen Onkel herran.

Eines Tages flieht ein bedeutender Buchmaler nach Kells Abbey, im Gepäck ein sagenumwobenes Buch. Der Buchmaler Aidan bittet Brendan um seine Hilfe und so begibt sich der Junge, der das Kloster noch nie verlassen hat, in den umliegenden Wald voller Fabelwesen, um ein Abenteuer zu bestehen.

Eigene Meinung
Was soll ich sagen? Irische Musik, Buchmalerei, Fabelwesen? Oh, yes!

Das „Book of Kells“ in dem es in diesen Film geht, gibt es wirklich 🙂 die Geschichte behandelt mehr oder weniger eine fantastische Wendung, was passiert sein könnte als das Buch kurze Zeit verschwand und wie es nach Irland kam. Es ist eine typische Fantasiegeschichte und wirklich sehr niedlich umgesetzt. Der ganze Animationsstil ist sehr flach gehalten mit verzerrten Perspektiven, die an die Kunst der Buchmalerei erinnern. Ich finde die Verschnörkelungen und die Details wunderbar anzusehen. Im Wald trifft Brendan auf eine Fee namens Aisling, das Mädchen mit den weißen Haaren und den grünen Augen. Sie ist eine Art Waldgeist und kann überall auftauchen und verschwinden. Das erste Mal als ich ihre Animationen gesehen habe, bin ich vor Verzückung nur mehr mit offenen Mund dagessessen. Einmal ganz groß vorne und dann verschwindet sie und taucht im Hintergrund wieder auf, zusammen mit den eher flachen Stil der Hintergründe hat es einfach wundervoll gewirkt 🙂

Auch die Geschichte ist wie ein Märchen, wenn auch teilweise ein sehr tragisches, aber gerade das hatte eine sehr erfrischende Komponente.

Animationen, Anime/Manga

Time of Eve [Anime]

„Are you enjoying the Time of Eve?“

Story
In nicht allzuweit entfernter Zukunft sind Roboter, Androiden, ein alltäglicher Teil der Gesellschaft geworden, Normalität. Der einzige Unterschied zwischen Menschen und Androiden ist der über ihren Kopf produzierte Aktivitätsring. Viele Menschen fühlen sich zu ihnen hingezogen und so werden sie massiv in öffentlichen Kampagnen diskriminiert.

Rikuo Sakisaka entdeckt eines Tages im Aktivitätlog seines Androiden „Sammy“ eine seltsame Nachricht. „Are you enjoying the Time of Eve?“ Zusammen mit seinen Freund Masakazu Masaki verfolgt er den Ursprung der Nachricht und landet in einen kleinen Cafe. Die vorherrschende Regel des Cafes ist, dass Roboter und Menschen gleichwertig sind. Diese Regel erlaubt es den Robotern ihren Aktivitätring auszublenden und sich unter die Besucher des Cafes zu mischen.

Eigene Meinung
Ein Diamant unter einer Schicht Staub, das ist Time of Eve für mich. Meine Animeerfahrungen der letzten Zeit waren zwar nett, aber bis auf King of Thorns ist mir einfach dieses Gefühl abgegangen, das andere großartige Filme wie z.B. Ghost in the Shell in mir hinterlassen haben. Die meisten Animes waren lustig anzusehen, manchmal faszinierend, aber nicht umwerfend, einfach weil das gewisse Etwas gefehlt hat. Ich will nicht berieselt werden, ich will zum Nachdenken angeregt werden. Mir persönlich ist bloße Unterhaltung zu wenig. Es ist zwar manchmal in Ordnung, aber mehr ist besser.

Könnt ihr euch noch an die Animation Shorts erinnern? Time of Eve ist vom selben Direktor wie Aquatic Language und führt einige Ideen dieses Kurzfilms weiter. Von Yasuhiro Yoshiura ist auch Pale Cocoon, welches nun auch auf meiner Must-Watch Liste steht.

 

Meine liebsten Roboter waren die nicht menschlichen 🙂 die denen man ihr Robotersein noch angesehen hat. Ich bin verrückt nach Robotern *hihihi* genauso wie nach dieser Existenzfrage. Können Roboter menschlich sein oder ist alles nur Programmierung und Berechnung? Ist es möglich, dass sie eigene Persönlichkeiten entwickeln, eigene Personen werden? Erinnern euch diese Fragen an I,Robot? Mich auch, aber im Gegensatz zu diesem Film funktioniert Time of Eve auf einer viel philosophischeren Linie ohne rasante Verfolgungsjagden und Aktionszenen.

Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen in einer Welt, in der Maschinen Menschen immer ähnlicher werden und umgekehrt. Ich habe den Anime genossen, vorallen hat er Fragen statt Antworten aufgeworfen, Geschichten erzählt statt starr nach einer Formel zu agieren und zurückgelassen hat er mich mit einen Lächeln auf den Lippen.

Time of the Eve ist zuerst als 6 Episoden ONA Anime herausgekommen und später als zusammengeschnittene Moviefassung mit weiteren zusätzlichen Szenen zur Hintergrundgeschichte von so mancher Figur.

Was haltet ihr von dieser immerwährenden Frage nach der Menschlichkeit von Maschinen? Und was von der Unmenschlichkeit von Menschen? Wie ist eure Einstellung zu dieser Thematik?

Animationen, Anime/Manga

Accel World [Anime]

Welcome to the Accelerated World!

Story
Haruyuki kommt mit seinen realen Leben nicht zurecht. Sein kleiner, stämmiger Körperbau verhilft ihm nicht gerade zu großen Ansehen. Er wird von seinen Mitschülern schikaniert, aber er verhält sich seinen eigenen Freunden gegenüber auch nicht gerade nett, stattdessen flüchtet er in die virtuelle Welt.

Dort frönt er seiner Leidenschaft dem Squash, versucht die Realität zu vergessen, knackt einen Highscore nach den anderen, bis ihm das hübscheste und beliebteste Mädchen der Schule, Kuroyukihime, darin schlägt. Sie macht ihm ein verlockendes Angebot. Mit den Programm Brain Burst verlangsamt sich die Zeit in der Realität, sodass sie praktisch stehen bleibt. Dafür muss er nur regelmäßig gegen andere Benutzer antreten und gewinnen sonst ist das Programm für immer verloren.

Eigene Meinung
Anfangs fand ich es ja noch interessant. Die Realität, die zum Schauplatz von virtuellen Kämpfen wird. Da lässt sich viel damit machen. Das einzige, dass mich schon in der ersten Folge gestört hat, war der Minderwertigkeitskomplex des Hauptcharakters. Klar ich kann verstehen wie es zu dem gekommen ist. Er ist klein, übergewichtig und wird zusätzlich noch gemobbt. Jeder, der das einfach so wegsteckt, muss ja vor Selbstvertrauen nur so strotzen und sich einen Dreck um die Meinung der anderen scheren. Es ist nachvollziehbar, aber diese Hoffnungsreden gemischt mit den Minderwertigkeitskomplex, ich bitte euch, gibt es nicht auch andere Wege „falsche“ Dankbarkeit auszudrücken? Aber was reg ich mich noch über sowas auf, leider ists Grundausstattung von vielen Animes.

 
Seine Mitschülerin Kuroyukihime ist ihm angeblich so wichtig, aber anfangs himmelt er sie auch von Nahen nur an. Was ist mit ihr? Mir kommt vor als würde Haruyuki sie vor lauter Idealisierung nicht mehr sehen. *hüstel* Klar, ich hab nur die ersten Episoden angeguckt, aber ich weiß leider auch von anderen Serien, dass diese Mischung aus Hoffnungsgeschwaffel und Komplexen nicht so schnell verschwindet, sowas wird immer breitgetreten. Leute loben die Serie auch noch, dass diese Entwicklung so langsam vorangeht. Klar kann man ihr das zugute halten, aber ich persönlich habe keine Lust mir wieder einen Anime anzusehen in dem der Hauptcharakter von Komplexen zerfressen wird, wenn das nicht wirklich top umgesetzt wurde. Irgendwie kommt mir dabei Shinji aus Neon Genesis Evangelion in den Sinn. Er war so ein schönes Nervenbündel 😀 ihm habe ich irgendwie richtig gerne zugesehen. Hingegen wirkt Haruyuki aufgesetzt, manipulativ, um große Teile der betaggteren Animefanszene anzusprechen, die sich mit ihm identifizieren könnten. Das wird ja auch der Sinn hinter der ganzen Sache sein, viele Leute ansprechen, viel Zeug verkaufen. Aus der Unsicherheit von Menschen Profit zu schlagen. Sowas kennt man doch zur Genüge *seufz* der Anime entwickelt sich auch sehr in Richtung Harem-Genre.

Etwas aus den Konzept haben mich seine ganzen Avatare gebracht ö_ö Er ist klein und pummelig, sein erstes Avatar ein kleines süßes Schwein und sein Kampfavatar ein Ritter in silberner Rüstung. Nicht zu vergessen die Magical Girl Verwandlung, ich konnte mir beim ersten Mal ansehen, das Lachen nicht verkneifen xD Ich kann nur sehr schwer eine Verbindung zwischen ihnen allen herstellen. Das Kampfavatar ist eine Verbildlichung seiner Komplexe? Warum sieht es dann so cool aus? Ist der tiefere Sinn der Serie den Fans vorzugaukeln, dass viele Komplexe gut sind? Wohl eher nicht… aber mich hat einfach diese Diskrepanz gestört. Honestly ~ mal klein, dann kleiner, dann groß. Da wird doch im gleichen Zuge vermittelt, dass man in so nen Fall am besten gleich mit der Realität abschließt.

Sein menschliches Design hab ich eigentlich ganz niedlich gefunden, nur seine Gedanken und erst sein Gerede seiner großen Göttin Kuroyukihime gegenüber. Er ist nicht gut genug für sie blablabla und sie ist so nett ihm gegenüber, wie kann er das nur je wieder gut machen. Ich hab die erste Episode noch in Ordnung gefunden, nur diese Mischung aus Monolog und Dialog ihr gegenüber, dieses schöne Hoffnungsgeschwaffel, mit Komplexen gewürzt, in der zweiten. Hilfe! Als wären die anderen Klischees, die der Anime aufgreift, nicht genug. Ich weiß, dass die Komplexe vorbei gehen, aber das Hoffnungsgeschwaffel bleibt unvermeidlich  x__X und so ganz ist das nicht meines.

Trotzdem nervt es, dass sie sich scheinbar wirklich Mühe geben jedes Klischee zu erfüllen… schlechte Dreiecksbeziehungen, Nerds retten die Welt, Kindheitsfreundinnen, Kindheitsrivalen, Sieg durch Überreden und Nerd mit versteckten Mega-Giga-Ultrakräften… so was stresst enorm. – No Anime Nerd

Hört sich alles nicht so prickelnd an, oder? Für Leute die auf Klischees stehen ist der Anime wahrscheinlich sehenswerter als für mich. Davon gibts genug zu sehen 😉 guckt doch einfach einmal selbst rein und erzählt mir von euren Eindrücken. Vielleicht kann mich auch ein Fan der Serie beruhigen und mir erzählen, dass das Hoffnungsgeschwaffel doch verschwindet ^^“ 

Animationen, Filme

Merida – Legende der Highlands

Ich war am Samstag „Brave“ oder auf deutsch „Merida – Legende der Highlands“ im Kino und nun blicke ich wehmütig auf andere Pixarfilme wie Oben, Toy Story oder Findet Nemo zurück. Es ist kein Geheimnis, dass Disney Pixar übernommen hat, genauso wie es sich Ghibli und Marvel einverleibt hat, doch nun befürchte ich, dass diese Übernahme erste Resultate zeigt.

 

Story
Merida erzählt die Geschichte der gleichnamigen Heldin, einer schottischen Prinzessin, die ihr ganzes Leben lang von ihrer Mutter auf den einen Tag vorbereitet wurde, ihre Vermählung. Der Rotschopf ist gewitzt, freiheitsliebend und vorallen mutig. Sie will sich nicht mit der Endgültigkeit ihres Schicksals abfinden und blamiert alle Heiratskandidaten in einem Bogenschießturnier. Dies führt zu Twist zwischen den einzelnen Clans und genauso zwischen der Mutter und Tochter.

Eigene Meinung
Bevor ich weiter erläutere, wie der Film so war, kommen wir mal zu meiner Verfassung nach den Film. Ich war gelangweilt, wirklich gelangweilt. Ich war schon sehr erstaunt, als ich vor einiger Zeit erfuhr, dass diese Prinzessinsgeschichte von Pixar kommt und nicht von Disney, aber noch erstaunter war ich, dass ich den ganzen Film kein einziges Mal gedacht habe, dass ich einen Pixarfilm ansehe.

Der Charme den Pixarfilme auf mich hatten, war sehr oft auf die Geschichten und die wunderbar menschlichen Charaktere zurückzuführen, auch das in Plots neue Wege eingeschlagen wurden. Ein alter Mann als Hauptcharakter, der Millionen von Heliumballons an sein Haus bindet und damit wegfliegt? Die Idee war genial! Merida hingegen greift das in meinen Augen mittlerweile abgegriffene Frauenpowerklischee auf. Ich finde es nicht schlimm dieses Klischees aufzugreifen, wenn es zumindest neu umgesetzt wird, doch Merida? Kennt ihr Gwyn? Kennt ihr Ronja Räuberstochter? Kennt ihr die rote Zora? Kennt ihr Disney’s Rapunzel? Okay, an den letzten Beispiel ist zu großen Teilen auch die deutsche Synchronsprecherin schuld. Mir ist der schottische Dialekt aus den englischen Trailern im deutschen sehr abgegangen. Aber um zu Merida zurückzukommen, ganz egal wie lieb und aufgeweckt der Rotschopf ist, ihr Charakter wird in Szenen etabliert, die einfach nur mehr plump vorhersehbar sind. Die Bogenschießszene beim Turnier war cool und voller Spannung, aber alle weiblichen Robin Hoods bekommen so eine, alle!

Der ganze Film ist Steve Jobs gewidmet und einer der Clans heißt sogar Macintosh, leider schienen im Kinosaal neben mir gerade mal so fünf andere Leute den Seitenhieb verstanden zu haben und das bei durchgehenden älteren Besuchern. Ist so etwas wirklich nicht Allgemeinbildung? Apple Macintosh, kennt man doch ö_ö oder nicht?

In Merida geht es um die innige Liebe zwischen einer Mutter und ihrer Tochter. Eine wirklich nette und liebe Geschichte und die Animation war wieder einmal großartig umgesetzt. Die Farbgebung war mystisch, das dunkle Grün Schottland, welches von blauen Irrlichtern und roten wallenden Haar durchzogen wird, traumhaft. Für Meridas Haar haben sie sogar ein eigenes Programm entwickelt, damit es physikalisch korrekt dargestellt wird. Ich meine, es kann sich wirklich sehen lassen, aber in machen Nahaufnahmen haben die andauernden wallenden Haare zu sehr von ihrer Mimik abgelenkt. Eigentlich bin ich aber schon ziemlich froh mal einen solchen Lochenkopf in 3D-Animationsfilmen zu sehen 🙂

Alles in allen hat mich die Story des Filmes nicht so mitreißen können, dass ich darin versunken wäre. Der ganze Film war mir zu berechenbar, einfach nur ein weiteres Märchen, dass mit GirlsPower auffahren zu scheint, aber im Grunde nur die mittlerweile anerkannten Klischees verfestigt. Seht euch ein paar Filme mit mutigen bogenschießenden Heldinnen an und ihr wisst was ich meine 😉

Allen Märchenliebhabern empfehle ich den Film dennoch,
seht ihn euch unbedingt an!