Tutorials, Zeichnungen

Fanarts, verstehen, adaptieren!

Auf diesem Blog gibt es zwei alte Fanart Tutorials, einmal über Chopper aus One Piece und einmal über Totoro. Inhaltlich beziehen sie sich auf dasselbe Grundkonstrukt. Analysiere eine vorhandene Figur und mach sie dann zu etwas eigenen, verleibe sie dir ein! Doch was wenn wir einen Schritt weiter gehen?

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Laberei, Tutorials

Mappensichtung beim Splitter Verlag

Seit 2006 veröffentlicht Splitter frankobelgische, europäische und US-amerikanische Genre-Comics und Graphic Novels. Aus zunächst zwei monatlichen Novitäten sind mittlerweile 15 geworden. Zuwachs erhielt der Verlag außerdem im Herbst 2010 in Gestalt des neu gegründeten Funny- und Cartoon-Imprints Toonfish, der Verlagsheimat der Schlümpfe.

https://www.splitter-verlag.de/info/ueber-uns.html, Aufruf 2.4.2019
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Events/Cons, Tutorials, Zeichnungen

Wie zeichnet man Früchte und Maskottchen oder gleich Früchtemaskottchen?

Auf der Mosticon gab es heuer einen Früchte + Maskottchen Workshop unter den Titel Mascots + Fruits wurden sich ein paar Maskottchen angesehen, die sich in die fruchtigen Weiten vorgewagt haben, ehe es sich daran gemacht wurde eigene Maskottchen zu entwickeln. Ähnliche Themen wurden im uralten How to Draw Monster Workshop behandelt, wobei dort das Maskottchen Thema nur angeschnitten wurde.

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Tutorials, Zeichnungen

Inchies – eine kleine Reise zu den Minizeichnungen

Inchies sind ein Format welches sich an der Einheit Inch orientiert. Sie sind genau 1×1 inch groß, das heißt 2,54×254 cm bei uns. Also wirklich kleine Teile. Ich verweise hier gleich mal an die tolle Anleitung von Caromite.

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Was sind Inchies?

Neben den Kakaokarten hat sich auch ein kleineres Format etabliert. Die kleinen Inchies sind perfekt zum Üben, da sie so klein sind und können gleich wie Kakaokarten getauscht oder für sich selbst behalten werden. Meine eigenen Erfahrungen mit ihnen beschränken sich auf den Kontakt im Kakaokarten Forum und als Teilnehmende einer Adventskalenderaktion von Ermelin. Infos, die ich über diese mitbekommen habe, sind, dass viele Leute zu einem bestimmten Thema Inchies sammeln oder sie erstellen diese sogar selbst mit Themenschwerpunkten.

Der Start

Zuerst habe ich einmal ein Raster gezogen für all meine kleinen Sammelkärtchen. Schlechte Idee, da ich zumindest etwas Sicherheitsrand einplanen hätte sollen. Sie sind trotzdem alle recht grad und gleich groß geworden, zumindest gab es nur minimale Abweichungen (ö_ö) aber für nächstes mal mach ich das gleich besser. Am besten ist es ein dickeres Papier zu nehmen und nicht reines Kopierpapier, da die Kärtchen wegen des kleinen Formats ohnehin weniger stabil sind. Ich habe also angefangen auszuprobieren. Einmal ein Mädchen in der Nahaufnahme und einmal ein Drachen als ganzes. Wie leicht gestalten sich Details in der Größe? Was klappt? Was verschmilzt miteinander? Bei meinen Drachen musste ich ein wenig herumexperimentieren, aber gegen Ende sah er immer weniger wie ein reiner kleiner grüner Fleck aus, sondern wie ein Drachilein eben so auszusehen hat. Vorskizzieren, linen und colorieren. Ein ganz normaler Prozess wie auch bei anderen Bildern nur eben in mini.

Coloration

Viele Leute greifen bei den Inchies zu Aquarellfarben mit feinen Pinsel oder sehr spitzen Buntstiften. Es gibt auch Leute die in den Miniformat basteln oder sich an Copic Marker herantrauen, jedoch erschwert die Größe dies. Ich selbst habe mich fade für Aquarellfarben entschieden 😛 und mich so Schritt für Schritt an die vielen kleinen Bilder gewagt. Es ist schon eine anständige Futzelei, aber Aquarellfarben sind bei dem richtigen Papier ein sehr dankbares Medium.

Der Adventskalender

Die vielen kleinen Bildchen wurden dann noch verpackt und nummeriert, ehe sie auf die weite Reise geschickt wurden. Und so endete mein erstes Inchieprojekt 🙂 Es war spannend einmal in den kleinen Format zu arbeiten, vorallen ist man mit den Outlines viel schneller fertig, da es wirklich ein Miniformat ist. Problematisch sind nur zu viele Details, aber ich konnte es nicht lassen zumindest damit etwas herum zu spielen.

Sehen wir mal ob das meine letzten Inchies waren, aber falls jemand von euch mal Lust hat mit mir Inchies zu tauschen, nur rein in die warme Stube!

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How to Draw Doggos – cute and not so cute

Auf der Nyancon gab es heuer einen kleinen Doggo Zeichenworkshop, nachdem ich diese letztes Jahr mit den Katzen beehrt habe. Einen Teil des Katzentutorials habe ich übrigens auch in einem kleinen Mischmasch Büchlein veröffentlicht 🙂 mehr Infos dazu demnächst.

Doggos Zeichnen

Willkommen beim Doggo zeichnen. Wichtig für das Zeichnen eines Doggos ist auch wie bei dem Kemonomimi Workshop erwähnt, die 3-Dimensionalität.

Vorne und hinten ist wichtig, sowie Schatten gegenüber flachen Flächen. Aber mehr dazu am besten bei den Kemonomimis nachzulesen 😉
dog3.pngDer wichtigste Punkt für Hundeohren ist es aber mit der Überlappung zu spielen und auch damit um welche Rassen es sich handelt. Hierzu google man sich seine liebste Rasse oder gucke einmal durch das Verzeichnis, um sich näher mit dieser zu beschäftigen. dog2-e1539791831655.png

Eine der Aufgaben aus dem Workshop war es einen Hund mit eher glatten kurzen Haaren zu zeichnen und einen wuschligeren. Die Ohren, die Kopfformen, aber auch charakteristische Haarlängen helfen beim Darstellen von bestimmten Rassen.

Natürlich hat auch jeder Hund einen anderen Körperbau, aber für den Workshop wurde sich an größeren Hunden orientiert, um das Prinzip der Beine zu erklären, so sind Hundebeine keine Striche, die einfach nach unten weitergehen. Die Vorderbeine beginnen an der Halsgegend, während die Hinterbeine einen speziellen Bogen haben, auch an der Form der Pfoten an sich ist erkennbar ob es sich um Hinter- oder Vorderbeine handelt. Ich wiederhole mich, aber seht euch Bilder oder im besten Fall richtige Hunde an, lernt zu verstehen was ihr zeichnet, ehe ihr es zeichnet. Dabei ist es egal, in welchen Stil oder mit welcher Genauigkeit gezeichnet wird, aber Verständnis von den Dingen, die gezeichnet werden, erweitern den Spielraum eurer Werke.

Das schöne an Hunden im Anime/Manga-Stil ist es, dass es ebenso möglich wird die Formsprache der Gesichtsausdrücke zu übernehmen und so eure Doggos noch knuffiger wirken können. Große Animeaugen und kindliche Proportionen machen eure Doggos zu den knuffigsten Kreaturen auf allen sieben Weltmeeren. Natürlich ist es hierbei auch hilfreich die Proportionen zu verniedlichen.

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Alles wird kleiner und zusammengequetschter. Hunde sind hierbei ein wenig wie Chibis. Vereinfachen erhöhen den Kawaii-Faktor, genauso wie die riesigen Köpfe. Dies funktioniert zum Glück auch ohne die Hilfe der Zusammenquetschung, alleine über den Einsatz von einfachen Formen.

Vereinfachen, um das Ganze dann wieder komplizierter werden zu lassen. Ein Tipp, der viel dabei hilft selbstständig ohne Vorlagen zu zeichnen. Einfache quardratische Formen sind schnell einmal aufs Papier gebracht, das Denken, herumexperimentieren kann also ohne Sorgen einfach gemacht werden, erleichtert das Wegradieren, so gemein das klingt. Ein jeder von uns hat zig tausend schlechte Zeichnungen in sich und sie alle müssen einmal raus, denn Übung macht bekanntlich den Meister und Verständnis erleichert den Weg dahin.

Auf der Nyancon waren wir nur eine kleine Runde, deshalb gab es eher einen offenen Austausch mit Gesprächsrunde 🙂 ich hoffe für diejenigen, die sich das hier durchlesen ist der Kurzinput doch ein wenig hilfreich.

Anime/Manga, Events/Cons, Tutorials, Zeichnungen

Kemonomimis zeichnen

Dieses Jahr gab es auf der AniNite einen Kemonomimi Workshop 🙂 Ich danke allen Leuten, die vorbei geguckt haben. Hier am Blog kommen viele Workshops als kurze Schritt für Schritt Anleitung rüber, aber mein eigentlicher Schwerpunkt ist es bei dem Workshops im Gespräch die Problemfelder herauszufinden und dort vor Ort zu helfen, denn nur wenn wir unsere Community pflegen und füreinander da sind, dann kann sie auch wachsen. Dies hier dient nur als eine kleine Auffrischung und Zusammenfassung. Falls weitere Fragen bestehen oder ihr Anregungen für andere habt stehen euch die Kommentare gerne zur Verfügung.

kemonomimi

Workshop-Ziel

Ich habe für jeden meiner Workshops ein heimliches Ziel, das nicht ganz rüber kommt, aber das man sich als erworbene Kompetenz vorstellen kann mit der man am Ende nachhause schaut. Das Ziel dieses Workshops war es die Vereinfachung von Formen als Hilfmittel für die Posen von Kemonomimis zu vermitteln. Natürlich wurde auch wieder ein wenig Geschichte angeschnitten, wenn auch nur wenig. Den Beginn hat ein kleiner Exkurs in die Welt der Kemonomimis gemacht und wer sich für die Hintergrundgeschichte von Catgirls interessiert, den lege ich diesen Link nahe, besonders der Anfang ist der interessantere Part 🙂 mit der Verbindung zu Bakeneko und den Yokais. Hier gibts noch nen Link mit vielen Animebeispielen und eine weitere Liste mit Beispielen Kemonomimis, die extra mal keine Catgirls sind ;D

Beliebsteste Kemonomimi-Arten

Kemonomimi ist grob übersetzt japanisch für den Begriff  „Tierohren“ oft werden die Tiermenschen auch als musume bezeichnet, also nekomusume zum Beispiel. Neko für Katze und musume für Tochter, die Tochter einer Katze. Sie sehen komplett menschlich aus, doch Details wie Tierohren oder ein Schweif erzählen eine andere Geschichte.

Beliebsteste Arten sind also v.l.n.r. Usagimimi/Usagimusume, Okamimimi/Okamimusume, Kitsunemimi/Kitsunemusume, Toramimi/Toramusume, Nekomimi/Nekomusume, Nezumimi/Nezumusume, Ushimimi/Ushimusume, Inumimi/ Inumusume x2 und Umamimi /Umamusume. Also soviele Begriffe – vom Hasen, Wolf, Fuchs, Tiger, der Katze, der Maus, der Kuh, den Hunden bis hin zum Pferd. Das Internet ist voll mit ihnen, also macht man sich auch gleich mal am besten selbst auf die Suche wenn eine Unterart besonders interessant wirkt.

Allgemeine Tipps

Neben den Lernen vom Zeichnen per se, ich verweise hier auch auf den Foxgirl Zeichenworkshop vom letzten Jahr, gibt es verschiedene grundlegende Zeichentricks, die auf alle der Kemonomimi angewendet werden können.

Ohren flach einfach draufgezeichnet können funktionieren, aber wirken nicht sehr anschaulich, weil das wichtigste Element noch fehlt. Die Dreidimensionalität.

Alleine durch so etwas simples wie ein Vorne und Hinten, das klar erkennbar ist, lässt sich Dreidimensionalität vermitteln. Seht euch die ersten Ohren hier oben genauer an. Ein Teil ist weiter vorne und der andere weiter hinten und dies wird nur duch wenige Linien vermittelt. Das Simple Prinzip von vorne und hinten hilft also schon Zeichnungen auf ein neues Level zu heben.

Draw my Body

 

Vereinfachungen im Verständnis erleichtern es kompliziertere Formen wieder zu geben.

Die selben Formen von vorne, kommen auch in anderen Perspektiven vor, in einem weiteren Schritt auch im dreidimensionalen Zeichnen. Körper haben Volumen. Sie sind nicht flach und das obwohl wir auf einen flachen Papier zeichnen. Das Vermitteln von Dreidimensionalität auf dieses flache Medium macht die ganze Magie aus. Ich selbst helfe mir hierbei mit Rundungen, oder wie bei den Meerjungfrauen erkennbar mit dreidimensionalen Konstrukten.

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Flach ist der Start, doch alleine durch das Verständnis, dass es sich nicht um reine flache Formen handelt und wenn dies zeichnerisch auch dargestellt wird, kann 3-Dimensionalität generiert werden. Überlagerungen von verschiedenen Ebenen helfenauf einfache Art das Gesehene dreidimensionaler wirken zu lassen.

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Bilder in einfache Formen zu zerlegen kann beim Verständnis helfen, denn hierbei geht es nicht darum etwas genau wieder zu geben, sondern um einen Schritt davor. Was ist das Wiedergebene? Wie ist es aufgebaut? Welche Grundformen sind erkennbar? Und einen Schritt weiter, welche geometrischen Grundformen sind darin erkennbar? Seht euch den Aufbau von anderen Zeichnern an, rekonstruiert diesen in euren Kopf und lernt somit auch ein Werkzeug für das selbstständige zeichnen.

Inspiration

Dies waren ein paar grundlegende Tipps. Mal von der Frage abgesehen warum Kemonomimi immer Haare über den Bereich des Kopfes haben an dem unsere normalen Ohren wachsen.

Ja, es würde einfach seltsam aussehen, deshalb sind die Haare ein willkommenes Mittel um den Bereich zu verstecken, das ist uns ohnehin schon irgendwie klar gewesen. Auch werden die Ohren meist lieber leicht seitlich angesetzt, damits mit der Erklärung der Hörkanale noch funktioniert. Echte Tiere können eine wunderbare Vorlage und Inspiration für Kemonomimi sein, deshalb ist der nächste Schritt einfach mal raus gehen um die eigene Fantasie neu zu entdecken.

Von der Inspiration für das Gewand, natürlich den Ohren, bis hin zu den wuschligen Haaren, zu dem das Fell oder die Haare eines Stieres verleiten. So vieles kann das einfache Bild eines Tigers oder eines Stieres entfachen.