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Mailkommunikation von Conventions

Ihr kennt das bestimmt auch aus eigener Erfahrung oder Erzählungen über das Jobleben, man bewirbt sich irgendwo per Mail und bekommt einfach keine Reaktion auf die Bewerbung. Wenn man mutiger ist nimmt man noch Kontakt auf und wird nur vertröstet oder selbst dann weiter ignoriert. Ich will mit euch heute ein wichtiges Thema anreden im Bezug auf den Mailverkehr von Anime/Mangaconventions – das Ignorieren.

Als KünstlerIn* bewirbt man sich auf einer Convention, endweder per Kontaktformular, Social Media oder ganz einfach per Mail. Im besten Fall bekommt man eine Antwortmail auf die Bewerbung ala – „Wir haben deine Bewerbung erhalten und melden uns dann und dann wieder bei dir“ und im schlimmsten Fall nichts, komplettes Ignorieren. Heuer wurden ich und viele andere KünstlerInnen* von einer österreichischen Con, die Ende Juli stattfand, ignoriert. Auf Nachfragen und andauerndes Nerven bekamen einige von uns eine Anwort, während andere, wie ich, nicht mal in den Genuss einer Absagemail kamen. Ich warte immer noch inwzischen nicht mehr und die Con ist schon vorbei… auf Facebook steht gelesen bei meinen  Kontaktaufnahmen… eine Antwort auf die Mails oder die Facebooknachricht? Fehlanzeige! Instagram? Nö… Tja… Pech gehabt. Es ist wirklich nicht die Welt einmal keinen Platz auf einer Convention zu bekommen, aber es hinterlässt schon ein ungutes Gefühl, wenn man einfach komplett ignoriert wird : / statt vielleicht einmal ein kurzes – wir sind schon voll oder sonst etwas. In unseren Artist Chat waren auch einige betroffen und auch auf Twitter gab es ein wenig zu lesen, aber höchst wahrscheinlich einfach untergegangen, weil not important. Ungut, aber auf alle Fälle! (o_ó)

Im optimalsten Fall gibt es eine Nachricht zur Bestätigung des Erhalts der Bewerbung, eine Zusage oder Absage mit Wartelistenplatzoption und eine Informationsmail zum Aufbau. Fleißige verknüpfen gleich die Zusage mit den Aufbauinformationen. 4 -3 Nachrichten, die wirklich leicht vorformulierbar sind, und in Massen an alle weitergeleitet werden können. Sogar jedes Jahr mit kleinen Änderungen wiederverwendbar. Bis auf das Problem, dass es so leider nicht abläuft. Als positives Beispiel in der Mailkommunikation muss ich hierbei gleich einmal die Yunicon nennen. Informativ und ohne Probleme gab es eine Nachricht zum Datum der Zusage/Absage und eine informative Zusagemail. Auch lobe ich hierbei gleich mal das System der AniNite, wo man sich bei einer Absage gleich mal für einen Wartelistenplatz anmelden kann. Viele Sachen erfordern natürlich zeitlichen Aufwand, aber welches Bild wirft es auf eine Con, die es nicht schafft auf irgendeinen Kanal zu reagieren? Wenn zahlreiche Künstler dasselbe Problem haben und Kommunikation einfach nicht vorhanden ist, während auf den ganzen Social Media Kanälen fleißig gepostet wird, nur nicht geantwortet?

Kommunikation ist unser größtes Gut und es zeugt von gegenseitigen Respekt wenn diese auch funktioniert. Zu einen gewissen Teil sind KünstlerInnen* auf Convention auch ein Programmpunkt, genauso wie es die HändlerInnen* sind : / da wäre es das Mindeste genau diese Leute nicht zu ignorieren, oder? Es würde auf jeden Fall ein besseres Licht auf die Veranstaltung werfen.

Den Anfang dieses Textes habe ich im Sommer geschrieben, inzwischen ist viel Zeit vergangen und ich habe mich entschlossen ihn dennoch zu veröffentlichen, da dies einfach keine Art war. Ich weiß meine Rants sind immer recht harmlos und lieb formuliert, aber ich habe mich wirklich darüber geärgert. Hätte es nur mich betroffen gut… passiert, aber gleich mehrere Leute? Urgh, please not : / es gibt noch weitere Aspekte der Geschichte, die vorallen betroffenen KünstlerInnen* bewusst sind und einige, die in den Genuss einer Antwort gekommen sind, sind dann vom Vertrag zurückgetreten. Es war einfach Chaos, aber ein Teil dieses Chaos, nämlich die Mail/Social Media-Kommunikation zieht sich ein wenig durch manche Veranstaltungen. Es ist schade und ich erwarte nicht, dass sofort auf jede Nachricht geantwortet wird, aber zumindest eine Antwort… wäre mehr als nur angebracht!

 

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Aquarell Malerei ist nicht digital!

Schritt 1 – Aquarellmalerei ist Planung und nicht Schicht über Schicht über Schicht und dann Strg + z. Das geht nicht! Wieder mal ein kleiner Fachrant ;P ach, wie habt ihr das vermisst. Und selbst wenn nicht kommt er trotzdem!

Ich male schon ewig mit Aquarell und ebenso mit Gouache Farben, deckende Farben, meist der Schulwasserfarbkasten. Der grundlegende Unterschied ist wohl das nicht deckend – lasierend – und deckende der beiden. Gouachefarben sind blickdichter, während es bei den Aquarellfarben mehr ins Transparente geht. Dennoch bemerke ich in den Weiten des Internets immer mehr Aquarellmalerein, die einfach versuchen die Ästhetik von digitalen Bildern zu imitieren. Zwei Farben die ineinander fließen, kein bisschen frei lassen und vorallen keine klaren Schatten, deshalb gibt es diesen Missionierungspost 😛 macht wieder schöne Aquarellbilder, lernts einfach mal! Hier mal zur Anfangsaussage, Aquarellmalerei braucht Zeit, das gewiss, aber viel mehr als Zeit braucht es Planung. Bei Aquarellmalerei malt man das Licht indem einfach freigelassen wird. Endweder komplett, so wie ich es liebe ♡, oder zuerst mit einer Grundfarbe drüber und es werden Farbschichten Schritt für Schritt aufgebaut. Spart nicht mit der Farbe und nehmt wenig Wasser für die Schattenfarben, da Aquarellfarbe immer viel heller wird wenn sie getrocknet ist. Mit derselbn Farbe auf den selbn Fleck drüber maln damits dunkler wird führt auch eher zu verwaschenen nicht grad ansehlichen Bildern. Was mich aber viel eher stört ist die fehlende Geduld.

Aquarellbilder lässt man trocknen ehe wieder drüber gemalen wird und wenn ma den Farbkreis, der von Itten oder anderen für Profis unter euch, kennt, kann man so atemberaubende Bilder zusammen bekommen. Die Bilder, die mir in letzter Zeit unter die Augen gekommen sind, waren zu größten Teil von digitalen Künstlern, die eben auch Aquarell machen unds nie gelernt haben. Ist verständlich… und so wird eben die Digitalbildästhetik übertragen, ist gut so. Mich wurmts nur, dass ich die guten durchdachten Aquarellbilder gar nicht mehr gesehen habe o.O die waren mal so viel mehr in der deutschen Anime/Manga Community! Es ist eine Sache, wenn das ein paar machen und ne ganz andere wenn alle. Ich selbst war als Aquarell-Anfängerin auch nicht besser und damit ihr ne Vorstellung habt wovon ich rede, ohne das ich jemanden ankreiden muss, hier ein Bild. Initialien meines realen Namens im Eck 😉 falls es wenn wundert.

Flache Farben und auf jeden Fall muss alles glatt sein und ineinander gehen. Irgendwo klar erkennbare Schatten, nein, weil das würde ja Geduld verlangen zu warten und nochmal drüber zu gehen. Zu der Zeit hab ich nebenbei auch digital gemalt und ich hab die Ästhetik einfach mitgenommen. Nichts mit Planung, nein einfach drauf los. Ich wusste es nicht besser und ich kannte keine anderen Aquarellbilder als die meiner Freunde.

Hier unten ein Bild von Willelm Turner, der die englische Landschaftsaquarellmalerei als Kunst etabliert hat. Davor hatte sie mehr den Hobbycharakter für junge Damen und wurde nicht ernst genommn, wobei in Großbritannien schon davor mehr als in unseren Breiten 😉

Das Grundieren und dann Freilassen ist hier viel sichtbarer. Schicht für Schicht drüber. Motiv ist Hamburg-Lese, by the way. Es ist eine ganz andere Herangehensweise und bringt wirklich zauberhaftes hervor. Ich werde nicht näher auf den technischen Aspekt eingehen, weil mir der Punkt des Freilassen und des Geduld habens für Schatten viel wichtiger ist und mir momentan so abgeht.

Es sind so einfache Sachen und wenn sich andere Bereiche wie die botanische Aquarellmalerei angeguckt wird, dann gehts klar weniger malerisch zu, aber auch viel deckender und präziser. Schatten sind wichtig und die klare Farbe für die Erkennbarkeit. Aquarellmalerei ist eben nicht gleich Aquarellmalerei, aber zumindest etwas Beschäftigung mit den Sujet, den Thema, bevor ma sich dran macht und die Zeichnungen in Gruppen verkauft wär echt toll.

Und damit beende ich diesen kleinen Rant ;D