Events/Cons, Zeichnungen

„How to draw cute Maids?“ auf der Loricon

Auf der Loricon in Tirol erwartet euch ein zuckersüßer Zeichenworkshop. Letztes Jahr gab es den Tengu Workshop, doch was erwartet uns heuer? Zucker pur! Statt findet das Ganze in Seefeld in Tirol und ich werde auch mit meinem Buch „Akais Laberecke“ vor Ort sein. Schaut doch vorbei~ 15-16 Juni ist es soweit!

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Mosticon – Mascots+Fruits

mascott

Für die Mosticon wage ich mich in die Welt der Maskottchen, natürlich mit großen Fokus auf unsere japanischen Lieblinge und mit einen kleinen weirden Extraspin, „Mascots+Fruits“. Wir sehen uns das Design von berühmten Maskottchen an, mit kleiner Früchtefokusierung und machen uns dann daran eigene Maskottchen zu entwickeln. Ob fruchtig süß oder monsterlich, ein jedes Maskottchen bekommt seinen Platz in diesen verrückten Obstsalat. Vitamine erwünscht, aber keine Ausgangsvorraussetzung ^^

Auf der Mosticon fallen Kosten für die Workshopteilnahme an, um die Materialkosten zu decken, da leider kein Zeichenmaterial zur Verfügung gestellt wird, aber ihr könnt dem entgehen wenn ihr eure eigenen Sachen mitnehmt ^^ Bleistift, Skizzenbuch oder Papier und ein paar Farben.

Ich kann leider auch nicht versichern, ob der Workshop abgehalten wird, da immer noch keine Infos auf die Webseite und Social Media geladen worden sind… mal gucken ob es was wird, aber ihr wisst auf jeden Fall Bescheid, dass zumindest mit mir Kontakt aufgenommen wurde ^.~ lassen wir uns überraschen.

fruits

Happy fruity drawing!

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Kemonomimis zeichnen

Dieses Jahr gab es auf der AniNite einen Kemonomimi Workshop 🙂 Ich danke allen Leuten, die vorbei geguckt haben. Hier am Blog kommen viele Workshops als kurze Schritt für Schritt Anleitung rüber, aber mein eigentlicher Schwerpunkt ist es bei dem Workshops im Gespräch die Problemfelder herauszufinden und dort vor Ort zu helfen, denn nur wenn wir unsere Community pflegen und füreinander da sind, dann kann sie auch wachsen. Dies hier dient nur als eine kleine Auffrischung und Zusammenfassung. Falls weitere Fragen bestehen oder ihr Anregungen für andere habt stehen euch die Kommentare gerne zur Verfügung.

kemonomimi

Workshop-Ziel

Ich habe für jeden meiner Workshops ein heimliches Ziel, das nicht ganz rüber kommt, aber das man sich als erworbene Kompetenz vorstellen kann mit der man am Ende nachhause schaut. Das Ziel dieses Workshops war es die Vereinfachung von Formen als Hilfmittel für die Posen von Kemonomimis zu vermitteln. Natürlich wurde auch wieder ein wenig Geschichte angeschnitten, wenn auch nur wenig. Den Beginn hat ein kleiner Exkurs in die Welt der Kemonomimis gemacht und wer sich für die Hintergrundgeschichte von Catgirls interessiert, den lege ich diesen Link nahe, besonders der Anfang ist der interessantere Part 🙂 mit der Verbindung zu Bakeneko und den Yokais. Hier gibts noch nen Link mit vielen Animebeispielen und eine weitere Liste mit Beispielen Kemonomimis, die extra mal keine Catgirls sind ;D

Beliebsteste Kemonomimi-Arten

Kemonomimi ist grob übersetzt japanisch für den Begriff  „Tierohren“ oft werden die Tiermenschen auch als musume bezeichnet, also nekomusume zum Beispiel. Neko für Katze und musume für Tochter, die Tochter einer Katze. Sie sehen komplett menschlich aus, doch Details wie Tierohren oder ein Schweif erzählen eine andere Geschichte.

Beliebsteste Arten sind also v.l.n.r. Usagimimi/Usagimusume, Okamimimi/Okamimusume, Kitsunemimi/Kitsunemusume, Toramimi/Toramusume, Nekomimi/Nekomusume, Nezumimi/Nezumusume, Ushimimi/Ushimusume, Inumimi/ Inumusume x2 und Umamimi /Umamusume. Also soviele Begriffe – vom Hasen, Wolf, Fuchs, Tiger, der Katze, der Maus, der Kuh, den Hunden bis hin zum Pferd. Das Internet ist voll mit ihnen, also macht man sich auch gleich mal am besten selbst auf die Suche wenn eine Unterart besonders interessant wirkt.

Allgemeine Tipps

Neben den Lernen vom Zeichnen per se, ich verweise hier auch auf den Foxgirl Zeichenworkshop vom letzten Jahr, gibt es verschiedene grundlegende Zeichentricks, die auf alle der Kemonomimi angewendet werden können.

Ohren flach einfach draufgezeichnet können funktionieren, aber wirken nicht sehr anschaulich, weil das wichtigste Element noch fehlt. Die Dreidimensionalität.

Alleine durch so etwas simples wie ein Vorne und Hinten, das klar erkennbar ist, lässt sich Dreidimensionalität vermitteln. Seht euch die ersten Ohren hier oben genauer an. Ein Teil ist weiter vorne und der andere weiter hinten und dies wird nur duch wenige Linien vermittelt. Das Simple Prinzip von vorne und hinten hilft also schon Zeichnungen auf ein neues Level zu heben.

Draw my Body

 

Vereinfachungen im Verständnis erleichtern es kompliziertere Formen wieder zu geben.

Die selben Formen von vorne, kommen auch in anderen Perspektiven vor, in einem weiteren Schritt auch im dreidimensionalen Zeichnen. Körper haben Volumen. Sie sind nicht flach und das obwohl wir auf einen flachen Papier zeichnen. Das Vermitteln von Dreidimensionalität auf dieses flache Medium macht die ganze Magie aus. Ich selbst helfe mir hierbei mit Rundungen, oder wie bei den Meerjungfrauen erkennbar mit dreidimensionalen Konstrukten.

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Flach ist der Start, doch alleine durch das Verständnis, dass es sich nicht um reine flache Formen handelt und wenn dies zeichnerisch auch dargestellt wird, kann 3-Dimensionalität generiert werden. Überlagerungen von verschiedenen Ebenen helfenauf einfache Art das Gesehene dreidimensionaler wirken zu lassen.

pose1

Bilder in einfache Formen zu zerlegen kann beim Verständnis helfen, denn hierbei geht es nicht darum etwas genau wieder zu geben, sondern um einen Schritt davor. Was ist das Wiedergebene? Wie ist es aufgebaut? Welche Grundformen sind erkennbar? Und einen Schritt weiter, welche geometrischen Grundformen sind darin erkennbar? Seht euch den Aufbau von anderen Zeichnern an, rekonstruiert diesen in euren Kopf und lernt somit auch ein Werkzeug für das selbstständige zeichnen.

Inspiration

Dies waren ein paar grundlegende Tipps. Mal von der Frage abgesehen warum Kemonomimi immer Haare über den Bereich des Kopfes haben an dem unsere normalen Ohren wachsen.

Ja, es würde einfach seltsam aussehen, deshalb sind die Haare ein willkommenes Mittel um den Bereich zu verstecken, das ist uns ohnehin schon irgendwie klar gewesen. Auch werden die Ohren meist lieber leicht seitlich angesetzt, damits mit der Erklärung der Hörkanale noch funktioniert. Echte Tiere können eine wunderbare Vorlage und Inspiration für Kemonomimi sein, deshalb ist der nächste Schritt einfach mal raus gehen um die eigene Fantasie neu zu entdecken.

Von der Inspiration für das Gewand, natürlich den Ohren, bis hin zu den wuschligen Haaren, zu dem das Fell oder die Haare eines Stieres verleiten. So vieles kann das einfache Bild eines Tigers oder eines Stieres entfachen.

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Tengu Bishonen Zeichnen

Was sind Tengus?

daitengu
https://www.tofugu.com/japan/tengu/

Tengus sind bekannt als Yokai, Kreaturen aus den japanischen Glauben, die mit Monstern gleichgesetzt werden können. Anders als die anderen Yokai sind Tengus aber mehr kleine Götter. Bekannt als roter Goblin mit langer Nase oder als Krähenmenschen. Die erstere Variation ist die verbreiterte, bekannt unter den Namen Daitengu und die anderen unter den Namen Karasutengu.

Der Karasutengu entführt die Menschen, während der Daitengu sie schlimmstenfalls aufisst ;D Im Workshop bin ich noch näher auf die Geschichte der Tengus und des Wortes eingegangen, aber hier verweise ich für Interessierte einfach auf den Link unter dem Daitengu Bild. Ein wirklich toller Artikel zu den Tengus.

Dtacticser Karasutengu, übersetzt Krähentengu, wird meist als Mensch mit Krähenkopf dargestellt, in Animes und Mangas hingegen oft als schöner Jüngling in Mönchkleidung und schwarzen Flügeln anzutreffen. Oft spielen sie in Yokai Geschichten eine Rolle und in extremeren Fällen sind die einzigen Hinweise auf ihr Tengu sein die Fähigkeit zu fliegen. Beispiele dafür findet man in Kamisama Hajimemashita, Suzukaze no Hito,Ayakashi Tennen Beans, Kamisama Kiss, Tactics etc…

Bishonen Zeichnen

Als Bishonen, oder auch Bishies, werden wunderschöne Jungen beschrieben. Sie brechen die Gendergrenzen und sind in Japan sehr beliebt. Ein männlicher Teenager von außergewöhnlicher Schönheit und mit weiblichen Merkmalen. Sie sind sehr ambivalent, ein wenig schon in den queeren Bereich, da sie zumeist in Mädchenmangas und Shonen-Ais vorkommen. Ihre Schönheit ist jedoch nur von kurzer Dauer, da sie endweder erwachsen werden oder eines bitteren Todes sterben.

Augen

Die typischen Bishonen Augen sind spitz, doch es gibt unterschiedliche Stile. Das Andeuten von delikaten Wimpern ist keine Seltenheit. Nur jüngere Kinder haben größere Augen, die typischen Bishieaugen sind jedoch spitz ;D Von vorne sind Augen sehr leicht darzustellen, für weitere allgemeine Vertiefungen verweise ich auf die Links unten beim How to Draw Anime Eyes-Tutorial.

Nase und Mund im Gesicht

Beim Bishonen Tengus sind die Münder und Nasen lang und breit, also nicht so hervorstechend wie beim Daitengu, aber idealisiert in die Länge gezogen. Doch nicht nur ihre Nasen sind lang und ihre Augen spitz 😛 dasselbe gilt auch für ihre Gesichter.


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Lange spitze Gesichter und ein Hauch von Weiblichkeit. Sie verkörpern ihr eigenes androgynes Ideal von Männern, während ihr Gegenpart die Bishojo mehr durch Niedlichkeit punktet, auch mehr in den Bereich moe. Bishonen hingegen spielen viel mehr mit der Wahrnehmung was Männlichkeit ausmacht und strahlen Eleganz aus. Wichtig ist die Annäherung an das weibliche Aussehen und viele Vertreter von Bishonen wären typische uke in einer Geschichte ^^

Beim Gesicht sind die Augen mittig des Kopfkreises und horizontal  kann nochmal von der Mitte ausgegangen werden. Ein Auge passt als Abstand zwischen den beiden Augen von vorne und die Ohren sind genauso lang wie die Nase. Zwei Punkte an denen sich an jeder Perspektive orientiert werden kann.

Kopf vertiefen

Für unseren Tenguworkshop haben wir uns näher mit der Vorderansicht beschäftigt, obligatorisch gab es aber noch eine kleine Folie zu der Seiten- und Dreiviertelansicht. So wie den coolen Kastentrick, wenn man sich schwerer mit der Position des Gesichtes tut.

Füße und Hände

Vorzeichnen ist wichtig, besonders bei Händen tun sich viele Leute schwer, doch zumindest einfache Hände kann man durch das Umwandeln in Grundformen sehr einfach darstellen, ehe man mehr Details einarbeitet. Ich fand es sehr hilfreich, dass eine Seite von den Fingern immer die gerade und die andere die runde ist. Von oben natürlich nicht so 😛 da gibts nur Wurschtfinger, aber der Daumen von der Seite gibt einer flachen Hand schon mehr ein Handgefühl. Füße sind durch Vorzeichnen ebenso vereinfachbar. Die Mischung aus Dreiecken, Rechtecken als Vorzeichnung und dann das ganze kurviger gestalten kann viel erleichtern.

body

Bishonen sind etwas größer als normale Anime/Manga Figuren ;D rechnet am besten mit 8 Köpfen. Zum Vergleich am besten bei den Foxgirls und den Meerjungfrauen vorbeischauen ;D Männerkörper werden allgemein auch eher kantig und gerade gezeichnet, ganz im Gegenteil zu den gebogenen Frauenkörpern.

Vorzeichnen hilft immer ;D Ob Posing oder einzelne Teile eines Körpers. Zuerst ganz grob, damit es nicht so wehtut wenn man doch noch mal was wegradieren muss.

Flügel zeichnen leicht gemacht

Gelenke der Vögel

Ein kleines Schemata um die Gelenke im Flügel eines Vorgels zu vereinfachen, und zu verstehen.

Varianten von Flügeln

Karasu Tengus können durch unterschiedliche einfache Flügelarten dargestellt werden. Wichtig ist die Farbe, also von einfärbig schwarz zerfranst zu unterschiedlich unterteil bis hin zum Einzeichnen jeder Feder einzeln. Der Einsatz des reinen Umrisses kann für Anfänger einiges erleichtern, während Profis sich genauer mit den Federaufbau beschäftigen und anhand ihres Federverständnisses ;D nicht nur der Tuschefeder beginnen können richtige detailreiche Meisterwerke zu erschaffen.

Federnaufbau

Das hier ist nur ein vereinfachtes Schema, das ich mir über die Jahre angeeignet habe. Die oberen Federn sind alle rund, sowie die inneren, näher am Körper anliegenden. Im Gegensatz dazu sind die äußeren Federn eher spitz. Die beschreibungen reichen von Spitz- zu Rund-, zu Schwungfedern mit Hand sowie Armschwingen und den Schirmfedern. Das ganze Konzept verkompliziert es etwas, jedoch ist beim Zeichnen von Federn die Beobachtung der Realität oder von Vogelfotos dringend anzuraten. In der Nähe des Körpers hängen Federn zudem meist schlafer nach unten.

Herangehen kann man also auf die unterschiedlichen Arten an Federn. zu Beginn das Einzeichnen der kurzen oberen Federn, ehe der Flügel Schritt für Schritt aufgebaut wird. Mir persönlich reicht es bei Flügeln wenn ich oben ein paar Federn andeute und dann die langen Schwungfedern unten weiter. Bei all dieser Vereinfachung sollten jedoch nie die Gelenke vergessen werden.

abschluss

Tengus werden gerne als Männer mit Bart oder Vogelschnabel dargestellt, besonders wenn es sich um die Karasutengus handelt. Dabei ist der kleine Mönchshut nicht zu vergessen ;D

Das wars mit den Workshop der Loricon ^_^ einen kleinen Einblick in meinen Besuch dort findet ihr hier, wenn ihr draufklickt. Ich hoffe euch hat dieser kleine Einblick gefallen und nicht vergessen, wenn man besser werden möchte gehört es noch dazu über ein Tutorial hinaus zu forschen, lasst euch von anderen Künstlern inspirieren, sucht Tengus in den Weiten des Internets und seid euch bewusst – dieses Tutorial ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang.

Anime/Manga, Events/Cons, Laberei, Zeichnungen

Loricon 2018

Die Loricon war Anfang Juni in Tirol das erste Mal. Es war so schön eine neue kleine Con in der österreichischen Conlandschaft willkommen zu heißen 🙂 und damit bleibt sie nicht die einzige für mich heuer. Ich wag mich auch auf die YuniCon um mal zu schnuppern wies so in der Trampolinhalle im multiversum abgeht 😛 aber hier gehts einmal zu meinem Loricon Erfahrungsbericht.

Ich hatte leider am Samstag einen Workshop und konnte so nur am Sonntag, ein kurzer Besuch, aber in meinen Augen total wert. Auf der Con selbst habe ich auch einen Workshop veranstaltet. Bin in der früh in den Zug und habe vor Ort ca 4-5h verbracht. Etwas schade, aber vielleicht geht sich nächstes Jahr ein richtiger Urlaub dort aus. Die Luft war fantastisch und die Aussicht hat mich an Kärnten erinnert, nur in enger 😛 Berge überall! Es hat Spaß gemacht. Noch war sie sehr klein, aber das bedeutet nur noch viel Raum für Wachstum. Ich bin neuen Cons gegenüber immer sehr positiv eingestellt, da einfach noch so viel Spielraum ist. Viele Fotos habe ich nicht gemacht, aber ich verweise einmal dreist auf die Instagramseite wenn die Umgebung interessiert 🙂 hier bei mir wimmelts eher von Workshopbildern. Die Zeichenecke hat mir gut gefallen und auch das Angucken der Zeichenwettbewerbsbeiträge. Es waren ein paar echt gute dabei. Die meiste Zeit habe ich jedoch bei meinen zwei Artistbekannten oben verbracht, CatharsisGaze und Chibikurai, oder draußen an der frischen Luft Cosplayer beobachten *hrhrhr* Drinnen gab es unter der Treppe auch eine Chill Out Area, die ich zuckersüß gefunden habe 🙂 und dank der Kooperation mit den Kino und den Hallenbad kam man als Conbesucher dort auch gleich günstiger rein.

loricon2018_workshop

Auf der Loricon habe ich also einen Tengu Zeichenworkshop gehalten, der in den nächsten Tagen hier online kommt, haltet die Augen offen, aber bis dahin gibts einfach mal ein paar Fotos.

Anime/Manga, Events/Cons, Tutorials, Zeichnungen

Meerjungfrauen im Animestil zeichnen

Auf der Harucon gab es zu Pfingsten einen Meermenschen Zeichenworkshop, nicht nur die lieben Frauen hats getroffen. Aufgebaut habe ich diesen Workshop das erste Mal in Grundlagen und fachspezifisches, da viele grundlegende Fragen sich durch jeden Workshop ziehen.

Grundlagen

Vorskizzen sind euer Freund ;D inzwischen habt ihr das schon oft genug gehört und doch herrscht ein wenig die Einstellung vor, dass nur jemand der ohne Vorzeichnung gut zeichnen kann richtig gut ist. Großer Irrtum. Das Fehlen oder Benutzen von Vorzeichnungen ist kein Qualitätkriterium, sondern eher erleichtern Vorzeichnungen den ganzen Zeichenprozess. Das Zerlegen in geometrische Formen erleichtert die Planung eines Bildes und ermöglicht Spielereien mit Posen, die mit detailierten Zeichnungen eher schwer werden, da die Hürde alles wieder weg zu radieren höher ist.

Perspektivisch Zeichnen erleichtert sich durch den Einsatz eines Fluchtpunktes. Für nähere Infos googlen 😉 vielen sollte es aus der Schulzeit bekannt sein. Da wir unseren Körper aus geometrischen Formen aufbauen hilft das Verständnis der zeichnerischen Darstellung von 3-Dimentionalität nur weiter. Siehe die zwei schnell hingefetzten Bilder hier unten 😉 nicht an der Schönheit messen, sondern einfach mal um das Prinzip schnell darzustellen für Männer und Frauenkörper.

Meermenschen

Unsere Meermenschen können äußerlich in zwei verschiedene Richtungen gehen, natürlich mit hunderten von Zwischenstufen und hängt euch nicht nur an den beiden auf. Zu Beginn des Workshops sind wir die gebräuchlichen Unterscheidungen zwischen Männer und Frauengesichtern durchgegangen. Die großen und kleinen Augen, die runden Formen vs die kantigen. Die erste Aufgabe war es einen Kreis und ein Quadrat mit Charakteristiken im eigenen Stil zu versehen 😉

oberkörper

Weiterführend von den Gesichtern ging es zu den Körpern. Ich lade herzlichst dazu ein auch mit den Darstellungen zu spielen 🙂 der große Unterschied zwischen Meermenschen ist ja bekanntlich nur der Oberkörper.

propertionen

Proportionen von Animefiguren begwegen sich bei Chibis bei ca. 2-3 Köpfen und bei richtigen Figuren 6-7. Bei den Meermenschen kommt natürlich noch der Fischschwanz dazu 🙂 und wie ihr am Bild seht gehts dann noch etwas drüber wenn ein eleganterer Stil angestrebt wird von der Größe. Typischen Animeproportionen gibt bei den Foxgirls zum Nachlesen.

Der Unterteil von Meerjungfrauen ist auf die unterschiedlichsten Arten zum Darstellen, aber hinter all dem steht immer Dreidimensionalität. Hier haben wir oben ein paar typische einfache Positionen für den Unterteil bis hin zu Überlagerungen von Flosse und Unterkörper. Diese beiden Teile getrennt zu betrachten kann beim Konstruieren von Posen schon viel helfen.

Eigene Charaktere

–Männlich oder Weiblich oder gar ganz weg von der Teilung in zwei Geschlechter? –Kind oder erwachsen? Haare? Lang? Kurz? Verspielt? Charakter? Ist der Charakter nach außen sichtbar oder nicht? Ein Spiel mit Klischees? Welches Farbschema?

Und all diese Fragen  und mehr stellen sich beim Erstellen der eigenen Charaktere. Inspiration bei bekannten oder Lieblingscharaktere suchen ist bei dieser Fülle kein Fehler, aber passt auf, dass ihr nicht nur eine reine Kopie erstellt 😉

Bildaufbau

Den Abschluss dieses einstündigen Workshops machte ein kleiner Bildaufbau Input, wie auch unten bei den Foxgirls. Sowie das Betrachten von Unterwasserlandschaften 😉 zumindest Algen und Korallenriffe bieten die besten Inspirationen und sind auch für Anfänger einfach in Bildkompositionen einzufügen. Hier sehen wir oben bei den Bildern noch wie ein Bild aufgeteilt werden kann und wie sich perspektivisch geometrische Formen wie auch Charaktere verjüngen. Wenn ihr richtige Unterwasserlandschaften zeichnen wollt, vergesst nie, dass obwohl ihr stilisiert zeichnet doch die Realität euer Freund ist.

Die Zeichnungen von Glen Keane zu unseren Liebling Arielle leg ich euch bei der Gelegenheit noch ans Herz 🙂 es gibt einfach so viel dort zu sehen und zu lernen im Bezug auf dynamische Meerjungfrauen und ich halte dies eine gute Richtung um die Meermenschenthematik weiter zu vertiefen.